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Pflege: Oasis Bed Bath® die Alternative zur herkömmlichen Ganzkörperwaschung?!

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Medical.Teacher

Moderiert durch: Sören Meyer

Mittwoch, 28. Mai 2003 02:00:00

Montag morgen 6:15 Uhr. Der ganz normale Pflegealltag beginnt.
An einem bettlägerigen Patienten ist eine Ganzkörperwaschung durchzuführen.
Die notwendigen Utensilien wie z.B. Waschschüssel, mind. 2 Waschlappen, Handschuhe und 2 Handtücher sind nach Standard gerichtet und schon kann es losgehen.
Anklopfen und eintreten, denn die Privatsphäre soll ja gewahrt werden, Patienten sanft wecken und begrüßen, denn immerhin ist jetzt erst 6:20 Uhr.
Waschwasser vorbereiten, dabei auf die Wassertemperatur nach Wunsch des Patienten achten und gefüllte Waschschüssel auf den hoffentlich vorher abgeräumten Nachttisch stellen.
Bettdecke bis zur Taille zurückschlagen, alle Lagerungskissen entfernen und Nachthemd ausziehen, dabei bleibt zur Wahrung der Intimsphäre natürlich die Brust des Patienten mit dem Nachthemd bedeckt.
Gewaschen wird in der bekannten und im Standard z.B. festgelegten Reihenfolge:
Waschen und Abtrocknen von Gesicht - Ohren - Mundwinkel und Nasenflügel - Hals. Handtuch unter den mir entfernteren Arm legen, und weiter geht es mit dem Waschen und Abtrocknen von Finger, Hand und Arm. Es folgen der andere Arm und Brust und Bauch und... und... und...
Irgendwann, nämlich spätestens zur Waschung des Intimbereiches werden das Waschwasser, der Waschlappen und das Handtuch gewechselt und die Einmalhandschuhe angezogen.
Nach dem der Patient in ca. 35 Minuten (so sieht es z.B. der Zeitkorridor des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen für eine Ganzkörperwaschung mit Ent- und Ankleiden vor) gewaschen und versorgt ist,
ist aber noch lange nicht Schluss.
Noch müssen die benötigten Materialien sachgerecht versorgt werden. So sind nach gängiger Hygienevorschrift die Waschschüssel für 4 Stunden (!) vollständig in Desinfektionslösung mit z.B. 0,25% Terallin® einzulegen und anschließend mit Wasser abzuspülen.

Bei Oasis Bed Bath®, einem neuen Produkt der Firma MedAdvance - Hennef sieht der Ablauf etwas anders aus. Die Packung besteht aus insgesamt 10 samtweichen speziellen Pflegetüchern (Größe 33 x 22 cm), die nur für 1 Minute in der Mikrowelle bei 650 Watt erwärmt werden müssen und ungeöffnet mindestens 15 Minuten lang warm bleiben. Für eine komplette Ganzkörperwaschung wird für Gesicht – Hals und Nacken – Arm links – Arm rechts – Brust – Intimbereich – Bein links – Bein rechts – Rücken – Gesäß je ein Tuch empfohlen. Durch die schnelltrocknende und rückfettende Rezeptur mit einem pH-Wert von 5,5 ist ein Nachtrocknen und das Eincremen mit einer Körperlotion nicht mehr erforderlich.
Wasser, Seife, Handtücher und Körperlotion werden also nicht mehr benötigt und (!) vor allem das Schleppen einer vollen Waschschüssel, der Wechsel des Waschwassers und die abschließende Desinfektion entfallen. Die benutzten Tücher mit Verpackung können einfach mit dem Klinikmüll entsorgt werden. Zeitbedarf für eine Ganzkörperwaschung mit Bed Bath® ca. 20 Minuten.

Oasis Bed Bath® – die Alternative zur herkömmlichen Ganzkörperwaschung!?
Ich denke ja. Oasis Bed Bath® ist eine sinnvolles Produkt zur Zeit- und Kostenersparnis und zur Verringerung des Risikos einer Kreuzinfektion bei Problem- und z.B. MRSA-Patienten. Sicherlich nicht für alle Patienten geeignet( z.B. stimulierende Ganzkörperwaschung nach Bobath), aber für den größten Teil. Oasis Bed Bath® will und soll nicht die Ganzkörperwaschung rationalisieren. Aber durch die gewonnenen Freiräume bleiben mehr Zeit für die psychosoziale Betreuung der Patienten.
Noch Fragen? Sicherlich ist die Fa. MedAdvance bereit, das Produkt auch in ihrem Hause, bzw. ihrer Pflegeeinrichtung vorzustellen.


Ilka Kirsch

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Mittwoch, 28. Mai 2003 01:00:00

Sagen sie mal, wo sind wir denn?
Wenn Sie Ihr Produkt nicht über den normalen Werbeweg loswerden, verschmutzen Sie ein Pflegeforum mit Ihrer Werbung?!?
In diesem Forum geht es um einen Erfahrungsaustausch zwischen Pflegekräften und nicht um eine günstige und BILLIGE Möglichkeit ein Produkt zu bewerben.
Waschen Sie sich mit Ihrem Produkt mal ordentlich hinter den Ohren.
Abgesehen davon verbiete ich mir diese polemischen Bemerkungen wie "die Privatspäre soll ja gewahrt werden", und "den hoffentlich vorher aufgeräumten Nachttisch".... Unter dem Deckmantel der angeblichen Patientenorientierung den Pflegestand in den Schutz ziehen, das geht nun wirklich unter die Gürtellinie.
Wenn Ihre hochgelobten speziellen Waschtücher in der UNgeöffneten Packung nur 15 min. lang warm erhalten bleiben, wie lange bleiben sie dann warm, wenn die Packung geöffnet ist und der Waschvorgang 20 min. beträgt?
Ab wann habe ich dann kalte Tücher in der Packung und müsste wieder in die Küche laufen, (dort steht nun mal die Mikrowelle )und lege ein bereits im Patientenzimmer geöffnetes Paket in das Gerät?? (die Hygieneanforderungen lassen grüßen)
Mit freundlichen Grüßen
Ilka Kirsch


Medical.Teacher

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Donnerstag, 29. Mai 2003 01:00:00

Sorry, wenn Sie sich von diesem Artikel angegriffen fühlen. War nicht meine Absicht. Ich selbst komme nicht von einer Firma, sondern habe als Lehrer für Pflegeberufe mit diesem Produkt schon gearbeitet. Es bietet viele Vorteile. Erlauben Sie mir Anmerkungen zu Ihrer Kritik:
Mindestens 15 Minuten ist die Packung warm.
Zum Thema Hygiene. Wo stellen Sie eigentlich die Waschschüssel zum Waschwasserwechsel hin? In der Regel ins Waschbecken. Und die Waschschüssel des 2. bzw. 3. Patienten? Sicherlich desinfizieren Sie jedesmal das Waschbecken. Haben Sie auch über die Umweltbelastung durch des Terralin nachgedacht?
Ürigens die Überschrift lautet:
Oasis Bed Bath® – die Alternative zur herkömmlichen Ganzkörperwaschung?!
Ich kenne beide Methoden.Sie auch?
Für die Ganzkörperwaschung mit dem neuen Produkt gibt es viele Indikationen, aber und das habe ich in meinem kleinen Artikel angemerkt auch Situationen, wo ich es nicht verwenden würde.
Vielen Dank nochmals für Ihren Beitrag.
Mit kollegialen Grüßen.


Kifal Ode

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Donnerstag, 29. Mai 2003 01:00:00

Kleiner Tipp!
Einfach mal Testen. Ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig - aber sehr arbeitserleichternd!
Gruss
Ode


Ilka Kirsch

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Donnerstag, 29. Mai 2003 01:00:00

Hallo Hr. Ode! Hallo Hr/Fr. Medical.Teacher!
Ich habe es geteste, an mir selbst, und was ich mir selbst nicht zumute, mute ich auch den Bewohnern nicht zu.
Haben Sie die Menschen befragen können die Sie auf diese Weise gewaschen haben? Mich würden die Antworten interessieren.
35 min Waschen ist nicht Zeitverschwendung, sondern 35 min Arbeit an einem Menschen, der die Zeit genießen kann, wenn ich alles richtig mache.
35 min. Körperarbeit mit körperwahrnehmungs-eingeschränketen Menschen verhindern Kontrakturen, steigern das Wohlbefinden und sind auch psychosoziale Arbeit.
Ich spare vor allem am Menschen und seinen Ressourcen, wenn ich so arbeite. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die eingesparte Zeit diesem Menschen an anderer Stelle zugute kommt.Bei dem, in den meisten Einrichtungen beklagten Personalmangel.
Bei Gefahr von Kreuzinfektionen bin ich im übrigen Ihrer Meinung, da sind Tücher, die nach dem Waschen entsorgt werden mit absoluter Sicherheit die gesündere Alternative.
Nicht desto trotz werde ich in unserer Einrichtung, den Bewohnern die Gelegeheit nicht nehmen 35 min. eine Pflegekraft ganz für sich alleine zu haben.
Die Ergebnisse im Bereich Kontrakturenprophylaxe, Hautpflege und das Ausbleiben von Dekubitalgeschwüren sprechen für sich.
Außerdem habe ich auch die Verpflichtung Menschen mit den, für sie geeigneten Pflegemitteln zu versorgen. Und zwar individuell.
Pflege wird nicht den Bedürfnissen von Zeitmangel unterworfen, sondern den Bedürfnissen der Bewohner.
Mit freundlichen Grüßen
Ilka Kirsch


Medical Teacher

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Donnerstag, 29. Mai 2003 01:00:00

Hallo liebe Kollegin,
stimme Ihnen voll und ganz zu, dass unsere Pflege nicht dem Zeitmangel unterworfen sein darf.
Aber was haben die ganzen Prophylaxen usw. mit der Waschmethode zu tun? Die werden natürlich genauso durchgeführt. Die bei uns (Klinik) damit gewaschenen Patienten haben sich übrigens nicht negativ über diese Methode geäußert. Die Fa.MedAdvance hat uns zum Testen eine Patientenfragebogen mit geschickt.
Absolut kontraindiziert ist die Ganzkörperwaschung mit BedBath bei Patienten mit Apoplexie. Hier bevorzugen wir wirklich die stimmulierende Ganzwaschung mit Waschlappen und Handtuch. Einen großen Vorteil sehe ich wirklich in meiner persönlichen Arbeitsbelastung (Gewicht einer vollen Waschschüssel aus Edelstahl ist ja nicht ohne. Ich muss nicht mehr so viel schleppen. Und die Zeit von 35 Minuten werden auch nicht gekürzt.
Danke für den Austausch mit Ihnen hier im Forum, obwohl Ihre Eingangssätze sehr verletzend waren.
Liebe Grüße nach Hamburg


Ilka Kirsch

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Freitag, 30. Mai 2003 01:00:00

Hallo Medical Teacher!
Ich möchte gerne öffentlich (alles andere habe ich Ihnen auch in einer Mail geschrieben)Stellung nehmen, was Prophylaxen mit der Waschmethode zu tun haben .
Wenn ich einen Menschen wasche, dann abtrockne und danach eincreme bewege ich seine Gelenke drei mal durch, nach der Methode BedBath nur einmal.
Da Kontrakturenprophxlaxe wirksamer wird, je häufiger ich die Maßnahme durchführe ist ersichtlich, das auch die Prophylaxe "Durchbewegen" wirksamer ist, weil ich sie drei statt einmal durchführe. Was natürlich nicht ausschließt sie bei einer Umlagerung noch einmal durchzuführen.
Was die Langzeitwirkung von Prophylaxen angeht sind wir Altenpfleger den Krankenschwestern und Pflegern um einiges voraus. Wir können die Menschen und die Wirksamkeit der Maßnahmen, die wir durchführen, über einen langen Zeitraum hinweg beobachten. Und daraus ergibt sich die Behauptung, dass herkömmliches Waschen die bessere Prophylaxe ist.
Wenn Sie im Krankenhaus einen Menschen mit einem nicht individuell angepassten Pflegemittel versorgen, kann das für den kurzen Zeitraum der Liegezeit in Ordnung sein.
Über einen längeren Zeitraum hinweg , und damit meine ich Jahre!!!, ist eine nicht individuell angepasste Pflege fatal und fahrlässig.
Mit freundlichen Grüßen
Ilka Kirsch


Dirk Knck

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Montag, 21. Juli 2003 01:00:00

Hallo!
Als wenn ich diese Diskussion nicht kenne, da sie derzeit in ALLEN einschlägigen Foren geführt wird.
Ich habe mir dieses Produkt mal angesehen (die Firma hat mir ein Muster zugeschickt) und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es für mich kein Arbeitsmittel sein wird (eher unangenehm und gefährlich)
Genaues kann man hier nachlesen :
http://www.pflegedialog.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=41
Noch eine witzige Bemerkung :
Der einzige Befürworter dieser Methode, neben medical teacher ist ein Kifal Ode.
Dieser Name beinhaltet Elemente, die dem realen Namen des medical teacher wirklich ähneln.
Das ist aber sicher nur Zufall.
Für alle, die mitraten wollen : hinter medical teacher verbirgt sich ein
Olaf Kir..... ups .. den ganzen Namen will ich aber doch nicht nennen.
Liebe Grüsse
Dirk


Medical.Teacher

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Mittwoch, 23. Juli 2003 01:00:00

Letztes Statement zu BedBath:
Mir geht es um die Vorstellung eines innovativen Produktes als Pflegehilfsmittel, welches mich begeistert hat und meiner Meinung nach eine Berechtigung im Pflegealltag bei verschiedenen sinnvollen Indikationen hat.
Mein Wunsch war und ist als Lehrer für Pflegeberufe ein Erfahrungsaustausch von kritischen Anwendern in der täglichen Praxis.
Leider scheint das hier nicht möglich gewesen zu sein.
Was mich aber freut, sind die hier entstandenen ernsthaften Kontakte mit Kolleginnen / Kollegen. Auf diesen Pflegedialog freue ich mich. Denn der wird mit Sicherheit über dieses Forum hinaus geführt und gepflegt werden.
Danke Euch.
Ihnen Allen wünsche ich für ihre Arbeit mit und an den Patienten viel Erfolg und alles Gute. Und dem ein oder anderen Kommentator hier und in anderen Foren mehr Fairness, Wahrung der Privatsphäre, Sachlichkeit und weniger Polemik.
Mit freundlichen Grüßen
Medical.Teacher

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