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Verfasst von: Thomas Sießegger, Unternehmensberater

Alle Preise gleichzeitig anpassen zum 1. Januar 2017

23.10.2016

Wenn schon, dann alle(s) auf einmal!

Die Vorbereitungen für die Jahreswende 2016/2017 laufen auf Hochtouren?

  • Neue Unterlagen müssen erstellt werden
  • Formulare und Pflegeverträge werden inhaltlich überarbeitet
  • das Qualitätsmanagement-Handbuch bekommt neue Begrifflichkeiten
  • Flyer sollten neu verfaßt, vereinheitlicht und gedruckt werden bis die ersten Kunden neu beraten werden
  • usw.

Aber auch bei den Leistungen und den Preisen wird sich ab Januar 2017 vieles ändern.

Dieser Blog-Beitrag ist die No. 03 von 12 einer kleinen Reihe bis zum Jahresende 2016
Vorbereitungen für das Jahr 2017 + + +
Jede Woche ein Beitrag, was für das Jahr 2017 alles vorbereitet werden sollte.

Bei den anstehenden Veränderungen seien zunächst einmal erwähnt die Sachleistungen nach § 36 SGB XI:

  • aus Grundpflege werden körperbezogene Pflegemaßnahmen
  • aus Hauswirtschaft werden Hilfen bei der Haushaltsführung
  • aus Häuslicher Betreuung wird Pflegerische Betreuung

Weiterhin werden aus

  • den Betreuungsleistungen nach § 45 b SGB XI die Entlastungsleistungen mit dem Entlastungsbetrag von 125 € ♥
  • den Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach den §§ 45b/c SGB XI die Unterstützungsleistungen im Alltag
    (wo bis zu 40% der Sachleistungen umgewandelt werden können)

Diese Leistungsarten werdenzunächst einmal durch die Pflegestärkungsgesetze II und III nicht betroffen sein, aber weiterhin von den Pflege- und Betreuungsdiensten erbracht werden:

  • die (stundenweise) Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
  • Leistungen aus dem Privatzahler-Katalog
  • Leistungen nach dem SGB V, vor allem die Behandlungspflege
  • weitere Leistungen nach dem SGB XII, vor allem die Hilfe zur Pflege

Viele Leistungsarten sind Privatzahlerleistungen

Bei allen mit einem Herz versehenen Leistungen können Sie die Inhalte und Preise weitgehend selbst bestimmen, bei den anderen Leistungsarten muß mit den entsprechenden Leistungsträgern verhandelt werden. Doch auch bei diesen Leistungen stehen meistens zur Jahreswende Preisanpassungen an.

Mit dem 1. Januar 2017 ergibt sich nun die einmalige (nicht so schnell wiederkehrende) Chance, alle bisherigen und alle neuen Leistungen auf den Prüfstand zu stellen, was die Inhalte und die Preise betrifft.  Wie die Preise der Leistungen möglichst homogen aufeinander abgestimmt werden können, zeigt die tabellarische Übersicht der Leistungen (als PDF-Datei oder als Grafik), die schon im letzten Beitrag No. 02 dieser Reihe erwähnt wurde.

Die Ausgangslage

1.) Komplexität im Leistungsspektrum des Pflege- und Betreuungsdienstes

Die Vielfalt der sich ändernden Leistungen und der neuen Bezeichnungen für Leistungsarten überfordert nämlich im Prinzip alle: Die Pflege- und Betreuungsdienst, die Pflegebedürftigen und die pflegenden Angehörigen. Kein Mensch kann das wirklich alles verstehen bei einem einzigen Beratungs- oder Erstgespräch. Nicht ohne Grund gibt der Gesetzgeber mit dem PSG III auf verschiedenen Ebenen vor, die Beratung zu stärken.

2.) Massive Leistungsverbesserungen als Hintergrund für mögliche Preisanpassungen

Gleichwohl kommt es (vor allem in der Überleitung von Pflegestufen zu Pflegegraden) zu erheblichen Leistungsverbesserungen für die bisherigen Pflegebedürftigen. 97% der Kunden stellen sich durch die Überleitungsregelungen besser.

3.) Die entscheidende Frage

Sollen Sie die Preise schrittweise anpassen - oder alle auf einmal?
Ganz klar die Antwort: Ja, alle(s) auf einmal.

Wenn Sie schon die Kunden "belästigen" und mit Beratung überfordern, und dabei die vermeintlich unangenehmen Dinge ansprechen, wie z.B. Preisanpassungen (Sie meinen damit Preiserhöhungen ;-), dann machen Sie das bitte nur einmal, zu einem Zeitpunkt, und nicht zum Januar 2017 den einen Teil der Leistungen und dann im April 2017 die nächsten Leistungen. Das gibt es nämlich so viel an Veränderung, da blickt so oder so niemand mehr richtig durch. Deshalb sollten Sie z.B. auch Privatzahlerleistungen einführen, wenn sie diese bisher noch nicht hatten - oder den vorhandenen Privatzahler-Katalog an die wahren Bedürfnisse und Möglichkeiten anpassen und bisherige Fehler ausbessern.

Beispiel: Da fällt auch nicht auf, wenn Sie in der Vergangenheit die Leistung "Besorgen der Verordnungen" unsinnigerweise kostenlos erbracht haben, und nun ab Januar 2017
- pro Verordnung 10 € verlangen, oder
- 20 € pro Monat für die Leistung "Medikamenten- und Verordnungsmanagement".
Diese Leistungen können Sie nun als reine Privatzahlerleistungen abrechnen, das können die Leute von ihrem restlichen Pflegegeld bezahlen - oder wenn Sie sich nicht so recht trauen: dann rechnen Sie es wenigstens über den Entlastungsbetrag im Rahmen der 125 € ab. Auf jeden Fall wird es in der Summe der Leistungsverbesserungen "untergehen".

4) Die Gunst der Stunde nutzen

In den meisten Fällen werden die Kunden
a) erhöhte Preise, die Sie in der Vergangenheit nicht korrekt oder zu niedrig berechnet haben, akzeptieren
b) mehr Leistungen in Anspruch nehmen können
c) und trotzdem höhere Pflegegeldleistungen für die Honorierung der pflegenden Angehörigen in Empfang nehmen können

Weitere Beiträge in dieser Serie mit BLOG-Beiträgen zur Vorbereitung auf die Zeiten mit dem PSG II und dem PSG III - ab 2017:
Beitrag 01: Der Name Ihres Pflege- und Betreuungsdienstes?
Beitrag 02: 36 € pro Stunde für das Reinigen der Wohnung? Ist das nicht ein bißchen (zu)viel verlangt?
Beitrag 03: Alle Preise gleichzeitig anpassen zum 1. Januar 2017
Beitrag 04: Der "Pflegerischen Betreuung" als "neuem" Leistungsangebot eine Chance geben
Beitrag 05: Mehr Geld kommt ins System!
Beitrag 06: Preisobergrenzen bei den Entlastungsleistungen nach § 45 b SGB XI? 
Beitrag 07: Die Hauswirtschaft 2017 im Plus? Die Hauswirtschaft in der Kostenrechnung
Beitrag 08: Die Internet-Seite auf Vordermann bringen
Beitrag 09: Diskussion um die neue Preisobergrenze im PSG III bei Leistungen nach § 45b SGB XI
Beitrag 10: Wachstum planen in zwei Teilschritten
Beitrag 11: Die wichtigsten Pflegegrade in den Jahren 2017, 2018, 2019 und 2020
Beitrag 12: Neue, bewährte und erprobte Kennzahlen für 2017, 2018, 2019

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