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Verfasst von: Claudia Henrichs, Claudia Henrichs

Den PSG II - Kundenbesuch planen

07.08.2016

Die Webseite der AOK PLUS kündigt für den Zeitraum vom 01.08. – 30.08.2016 an, ein PSG II Informationsschreiben an alle Versicherten zu versenden. Das Schreiben als auch die Anlage können als pdf-Dokument heruntergeladen werden. Sie werden feststellen, da bleiben noch viele Fragen offen.

Was ich schon früher im Jahr vermutet habe, tritt also jetzt ein. Ab Spätsommer werden Sie vermehrt mit Fragen von Pflegekunden und Pflegepersonen zum PSG II konfrontiert.

Gedanken, Fragen und Wünsche von Pflegekunden und Pflegepersonen

  • Was muss ich tun? An wen kann ich mich wenden?
  • Was ändert sich jetzt genau für mich?
  • Prima, mehr Geld! Was werde ich damit anfangen?
  • Prima, mehr Anspruch auf Leistungen! Welche kann ich denn zusätzlich wählen?
  • Wird die Pflege teurer?
  • Müssen wir Kinder jetzt weniger machen?
  • Haben Sie jetzt mehr Zeit?
  • Was ist PSG II?
  • Werde ich das verstehen?

Selbst wenn jetzt noch nicht in allen Bundesländern geklärt ist, welche Auswirkung die Erweiterung der Leistungsbeschreibung im § 36 SGB XI auf die Leistungskomplexe haben wird, empfehle ich, Kundengespräche zu führen um Mehrbedarf zu erheben und die Bindung an Ihren Pflegedienst zu festigen.

Aktionsplan für Ihren PSG II Kundenbesuch

Informieren Sie alle Mitarbeitenden über die erhöhten Ansprüche Ihrer Kunden

  • wenn diese angesprochen werden, können sie darauf hinweisen, dass Informations-Aktivitäten geplant sind und
  • sind auf Mehrbedarf der Kunden sensibilisiert

Lassen Sie sich von Ihrem Pflegepersonal alle Kunden nennen,

  • bei denen aus deren Sicht mehr oder anderer Bedarf an Leistungen besteht und
  • bei denen jetzt schon mehr Leistungen erbracht werden als vertraglich vereinbart.

Analysieren Sie Ihren Kundenbestand um zu ermitteln, wer mit Prio. 1 besucht wird.

Zum Beispiel:

  • Alle Kunden, die jetzt schon die Beträge Ihrer Pflegestufe komplett für Sachleistungen nutzen. (haben ggf. Bedarf nach mehr Pflegeleistung)
  • Sachleistungskunden, bei denen mehr Leistungen erbracht werden, als vertraglich vereinbart ist.
  • Kunden mit extrem mehr Anspruch (Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
  • Geld- und Kombileistungskunden,
    • die mehr Unterstützungsbedarf haben,
    • das bisherige Pflegegeld behalten wollen/müssen,
    • die Erhöhungsbeträge in Pflegleistungen umwandeln

Planen Sie Informations-Gruppenveranstaltungen, zu denen alle anderen Kunden schriftlich eingeladen werden.

Ermitteln Sie den Zeitaufwand für die Leitungs- und ggf. Assistenzkräfte, der für die Besuche aufgewendet wird und korrigieren Sie ggf. die Kundenbesuchsliste.

Setzen Sie sich konkrete und realistische Ziele.

  • Wie viel % der möglichen Kundenansprüche können Sie personaltechnisch realisieren?
  • Korrigieren Sie ggf. noch einmal Ihre Kundenbesuchsliste

Planen und kommunizieren Sie die Kundenbesuchs- und -informationsaktivitäten.

Suchen Sie Mitarbeiter/innen, die die telefonische Terminvereinbarung übernehmen.

  • Beteiligen Sie diese Mitarbeiter/innen bei der Gestaltung des Terminierungs-Leitfadens
  • Geben Sie Gesprächstermin-Fenster in Ihrem elektronischen Kalender frei

Möglicherweise fragen Sie sich jetzt, woher Sie die Zeit für Terminvereinbarung und Kundenbesuche hernehmen sollen.
Zumindest die telefonische Terminvereinbarung kann leicht delegiert werden.

Meint Claudia Henrichs

und sendet herzliche Grüße aus Köln

P.s.: Es interessiert mich brennend, ob Sie das alles schon geplant haben oder ob Sie zu denen gehören, die sagen, ich warte mal ganz gespannt ab. Ich freue mich über Ihre Kommentare.

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Claudia Henrichs
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Thomas Sießegger, Diplom-Kaufmann, Organisationsberater und Sachverständiger für ambulante Pflegedienste

Claudia Henrichs, Unternehmensberaterin für Personalentwicklung, Trainerin und Coach für ambulante Pflegedienste

Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe (DFG), Marketingmanager & Pressesprecher, München

Peter Wawrik, Wawrik Pflege Consulting, Unternehmens- und Organisationsberatung im Pflegenetzwerk ambulant, Wohngemeinschaften und Tagespflegen

Giovanni Bruno, Online-Unternehmer, Berater für digitale Kommunikation und CEO der fokus digital GmbH. 

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