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Verfasst von: Thomas Sießegger, Unternehmensberater

Der „verbotene Preis“ bei zusätzlichen Betreuungs-Leistungen nach § 45b SGB XI

13.08.2015

Ein selbst gewählter Preis sollte gut überlegt sein.

Die Preise für die zusätzlichen Betreuungsleistungen nach § 45b SGB XI können Pflegedienste selbst bestimmen, denn es sind Privatzahlerleistungen, die von den Kassen bis zu einem Höchstbetrag (104 € oder 208 €) erstattet werden. Darüber hinaus verbleiben Eigenanteile bei den Kunden.

Es gibt aber einen Preis, den Sie nicht verwenden sollten, nämlich ...

26,00 Euro pro Stunde.

Warum nicht?

Weil 104 € dividiert durch 26,00 Euro exakt 4 Stunden pro Monat ergibt.

Denn nun liegt es nahe, mit den Kunden zu kommunizieren, dass man sich 4 Stunden pro Monat leisten könne.

26,00 € als Preis pro Stunde fördert das Vollkaskodenken der Kunden

Damit zementieren Sie den falschen Gedanken, es gäbe eine Vollkaskoversicherung. Sie werden es "zeitlebens des Kunden" schwer haben, entweder über die 104 € hinaus zu gehen, oder aber auch, jemals eine Preiserhöhung einzuführen.

Verlangen Sie 24,50 €, 27 € glatt oder 32 €, oder was auch immer, nur eben nicht 26,00 €.

Begeben Sie sich nicht unnötig in diese Zwickmühle.

Ab dem Jahr 2017, wenn es im Zuge der Neuerungen durch das PSG II den monatlichen Entlastungsbetrag von 125 € geben wird, dann sind die Preise
25 € pro Stunde und 50 € pro Stunde "verboten".

Lesen Sie als Ergänzung zu diesem BLOG-Beitrag auch:
Kurzfristig: lukrativ und einfach, langfristig und strategisch eher kontraproduktiv: Hauswirtschaft verkaufen über die Betreuungsleistungen nach § 45 b SGB XI
36 € pro Stunde für das Reinigen der Wohnung? Ist das nicht ein bißchen (zu)viel verlangt?

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Thomas Sießegger
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