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Verfasst von: Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe

Die Geschäfte der Pflegemafia mit dem Leid der Menschen

12.03.2018

Die "Tatort"-Folge "Im toten Winkel" mit dem Bremer Duo Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) war in vielerlei Hinsicht erschütternd.

Allein auf der facebook-Seite überschlagen sich die positiven Feedbacks, aber auch Kommentare wie: "Schon lange habe ich nicht mehr so geweint". Die geschilderten Fälle sind aus dem realen Leben gegriffen. Dies bestätigt in einem begleitenden Faktencheck Dietmar Erdmeier, Pflegeexperte bei Verdi, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft.

Der Film zeigt, wie komplex die Problematik ist. Als Leistungserbringer von außerklinischer Intensivpflege, der seit 20 Jahren tätig ist, bin ich dankbar für diesen "Tatort", weil er detailliert das Vorgehen der Pflegemafia zeigt. Und er zeigt auch, wie extrem Betroffene und Angehörige leiden, wenn Pflegedienste unqualifiziertes Personal einsetzen. Hier geht es nicht darum, die Pflege generell schlecht zu machen, sondern den Finger in die große Wunde zu legen, auf die ich seit vielen Jahren hinweise. Es ist längst bekannt, dass "schwarze Schafe" Angehörige zu ihren Komplizen machen, weil sie Notlagen geschickt für sich nutzen. Da fließen Unsummen von Geld! Und wäre im Film der Ehemann der beatmeten jungen Frau nicht so standhaft gewesen und hätte die 100 000 Euro, die er dringend für das Abbezahlen eines Kredits brauchte, nicht der Polizei übergeben, wäre die durchtriebene Pflegedienstbetreiberin des fiktiven Pflegedienstes vermutlich noch einmal ungeschoren davon gekommen.

Und genau das ist in der Realität seit vielen Jahren geschehen. Mit diesem ergaunerten Geld machen sich längst diese Ganoven irgendwo einen schönen "Lenz" und betreiben andere dubiose Geschäfte. Mafia eben ... das hatten engagierte Journalisten schon vor Jahren berichtet. Auch von Morddrohungen, die sie nach der Berichterstattung erhalten hatten.

Es hat Jahre gedauert, bis nun endlich die Abrechnungen überprüft und die Staatsanwaltschaften aktiv werden. Erste Urteile sind gesprochen, es folgen hoffentlich weitere. Der Film zeigt treffend, dass es die "schwarzen Schafe" nicht nur in der Pflegebranche gibt. Und es sind immer wieder Einzelne, die sich bestechen lassen und das Betrugssystem damit aufrecht erhalten.

Diesen "Tatort" zur besten Sendezeit haben hoffentlich viele gesehen, auch die Vertreter der Politik, die hier – im Interesse der Menschen– tätig werden müssen. Der Film ist in der Mediathek http://www.ardmediathek.de/tv/Tatort/Im-toten-Winkel/Das-Erste/Video?bcastId=602916&documentId=50754322 zu finden. Dass Anne Will das Thema nicht, wie dies bei anderen Filmbeiträgen durchaus der Fall war, in ihrer anschließenden Diskussionsrunde aufgegriffen hat, ist mehr als erstaunlich. Fragen wir sie doch einfach!

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