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Verfasst von: Claudia Henrichs, Claudia Henrichs

Die Probezeit richtig nutzen (Teil 2)

28.05.2018

Feedbackgespräche in den ersten Monaten der Zusammenarbeit.

Wie können Sie in der Probezeit herausfinden, ob die neue Mitarbeitende Ihrem Pflegeunternehmen durch fachliche Kompetenz weiterhilft und zudem noch charakterlich ins Unternehmen passt? Und wie kann die neue Kollegin feststellen, ob Ihr Pflegedienst ein Arbeitgeber ist, bei dem es lohnt, Lebenszeit zu investieren?

Regelmäßige Feedbackgespräche (Probezeit- oder Reflexionsgespräche) in den ersten Monaten der Zusammenarbeit ermöglichen es dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer eine tragfähige Entscheidung zu treffen.

Herausfinden, ob es eine gemeinsame Zukunft geben kann

Die ersten Monate der Zusammenarbeit sind vergleichbar mit dem Beginn einer Liebesbeziehung. Durch häufige Gespräche über Vorlieben, Werte und Zukunftsvorstellungen lotet das frisch verliebte Paar aus, ob das gegenseitige Vertrauen wachsen und es eine gemeinsame Zukunft geben kann.

Ähnlich ist es bei dem Beginn eines Arbeitsverhältnisses.

Die Feedbackgespräche in der Probezeit beginnen mit dem Orientierungsgespräch am ersten Arbeitstag. Nach einem herzlichen Willkommen, informiert die direkte Führungskraft über betriebliche Gepflogenheiten, Ansprechpartner und das Mitarbeiterteam. Der Einarbeitungsplan wird besprochen und bietet die Gelegenheit die gegenseitigen Erwartungen zu thematisieren und die weiteren Termine für die Feedbackgespräche festzulegen.

Die Probezeitgespräche sollten

  • in der ersten Woche täglich für ca. 15 Minuten und
  • im ersten Monat ab der zweiten Woche wöchentlich für ca. 30 Minuten stattfinden.
  • Im zweiten, dritten und vierten Monat gibt es dann jeweils ein monatliches Feedbackgespräch von ca. 60 Minuten Dauer.

Der Mentor – Lotse im Unternehmen

Unabhängig von der Größe Ihres Pflegeunternehmens ist es hilfreich, neuen Mitarbeitenden einen Mentor, eine Mentorin zur Verfügung zu stellen. Das ist eine erfahrene Kollegin, die eine ähnliche Position wie die neue Kraft innehat und während der Probezeit als Hauptansprechpartnerin und Lotsin im Unternehmen fungiert. Damit Sie als direkte Vorgesetzte Zeit sparen, kann die Mentorin die täglichen und wöchentlichen Feedbackgespräche übernehmen.

Die monatlichen Probezeitgespräche führt immer die personalverantwortliche Führungskraft. Wenn es das Mentorensystem gibt, kann dieses Gespräch auch zu dritt stattfinden. 

Planen Sie Probezeitgespräche für jeden neuen Mitarbeiter und legen Sie gemeinsam mit der Mentorin vor dem ersten Gespräch fest,

  • was die drei wichtigsten Aufgaben in der Anfangszeit sind,
  • welche Ziele erreicht werden sollen,
  • wovon Sie eine erfolgreiche Probezeit abhängig machen und
  • woran Sie die Qualität der Arbeit messen werden.

Ein folgenreicher Irrtum

"Alles wäre prima, wenn es jeder so machen würde, wie ich es tue!" Diese Auffassung vertreten viele Leitungskräfte im ambulanten Pflegedienst und lassen dabei die Chancen links liegen, die andere Vorgehensweisen von neuen Mitarbeitenden bieten können.

Wenn zum Beispiel eine neue Leitungskraft die Arbeitszeiten und Touren nicht, wie bisher üblich, vorplant sondern diese Aufgabe an das Team delegiert, kann es sein, dass ihre Vorgehensweise im Keim erstickt wird, weil das bisher immer anders gemacht wurde.

Viele Leitungskräfte vergessen im täglichen Hamsterrad, dass es darauf ankommt, die vereinbarten Ziele zu erreichen und nicht darauf die immer gleichen ausgetretenen Wege zu gehen. Wie schon von Antoine de Saint-Exupéry überliefert, ist es wichtiger die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer zu wecken, statt den Menschen beizubringen, wie Holz gesammelt und Arbeit eingeteilt werden kann.

Miteinander wachsen

Nutzen Sie also die regelmäßigen Feedbackgespräche um gemeinsam festzustellen, was die neue Mitarbeitende braucht, um ihre Fähigkeiten und Kompetenzen im Sinne Ihres Unternehmens einsetzen zu können. Besprechen Sie Ziele miteinander und lassen Sie genügend Freiraum für individuelle Wege. Bleiben Sie offen für neue Vorgehensweisen und machen Sie im Gespräch deutlich, dass Sie gespannt darauf sind, wie sich Ihr Betrieb durch die neuen Impulse verändern wird.

Auch wenn die Probezeitgespräche in den ersten Monaten der Zusammenarbeit zeitaufwändig sind, wird dadurch die Chance erhöht, dass ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis entsteht und sich beide Seiten für eine energievolle Arbeitsbeziehung entscheiden.

Den ausführlichen Artikel zum Thema "Probezeit im ambulanten Pflegedienst" lesen Sie in der Juli-Ausgabe der Häuslichen Pflege. 

Wie halten Sie es denn mit den Reflexionsgesprächen in der Probezeit?

Ihre Meinung interessiert mich sehr. Schreiben Sie doch Ihre Ideen in das Kommentarfeld unten.

Liebe Grüße an Sie von

Claudia Henrichs

Mit welchen Sätzen ein neues Teammitglied willkommen geheißen werden  kann, lesen Sie im Artikel: "Neu im Team - Sie sind jetzt Teil des Ganzen" 

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Thomas Siessegger, Diplom-Kaufmann, Organisationsberater und Sachverständiger für ambulante Pflegedienste 

Claudia Henrichs, Unternehmensberaterin für Personalentwicklung, Trainerin und Coach für ambulante Pflegedienste

Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe (DFG), Marketingmanager & Pressesprecher, München

Peter Wawrik, Wawrik Pflege Consulting, Unternehmens- und Organisationsberatung im Pflegenetzwerk ambulant, Wohngemeinschaften und Tagespflegen

Giovanni Bruno, Online-Unternehmer, Berater für digitale Kommunikation und CEO der fokus digital GmbH. 

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