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Verfasst von: Claudia Henrichs, Claudia Henrichs

Diese Frage hilft bei Fehlern!

16.06.2017

Fehler und Misserfolge sind meistens mit Scham oder Angst besetzt.

Diese negativen Emotionen führen oft zu drei Verhaltensstrategien:

1. Selbstabwertung

Oft führen diese negativen Emotionen zu Selbstabwertung.

  • "Wie konnte mir so etwas passieren?"
  • "Was bin ich doch für ein Idiot!"

Selbstabwertung schwächt das Selbstwertgefühl.

2. Verstecken und vertuschten

"Hoffentlich merkt das niemand!" Einen Fehler nicht ans Tagesleicht kommen zu lassen, verbraucht viel Energie und führt zu schlechten Arbeitsabläufen oder Konflikten im Team.

3. Einen anderen Schuldigen finden

Eine weitere Strategie ist, die Schuld woanders zu suchen. Bei den Umständen, den Kolleg/innen, der Pflegekunden, der Leitung. "Ich konnte dafür nichts!" ist ein Satz, der oft bemüht wird.

Auch dieses Verhalten hilft weder dem Fehlerverursacher selbst, noch dem Team oder dem Pflegedienst als Unternehmen.

Schwächende Fragen

  • "Wie konnte das passieren?"
  • "Warum hast Du das gemacht?"

Diese Fragen schwächen das eh schon angeknackste Selbstwertgefühl des Betroffenen und führen oft zu einer Abwehrhaltung oder zur Rechtfertigung.

Darüber hinaus ist diese Frage in die Vergangenheit gerichtet. Und diese lässt sich im Nachhinein nicht mehr verändern.

Das Ziel der Leitungskraft

ist doch, dass der Fehler in der Zukunft in ähnlichen Situationen nicht mehr auftritt. Dazu braucht es kraft- und energievolle Mitarbeitende, die das Selbe, aus eigenem Antrieb heraus, wollen.

Die einzig wahre Frage bei Fehlern und Misserfolgen lautet:

"Was kannst Du tun, damit es das nächste Mal anders/besser wird?"

Diese Frage hat drei Vorteile:

  1. sie sucht nach Lösungen -anders/besser- und nicht nach Schuldigen
  2. sie ist in die Zukunft gerichtet -das nächste Mal-
    und
  3. sie aktiviert die Selbstwirksamkeitskräfte der Pflegekraft
    -was kannst Du tun?-
    bringt zum Ausdruck, dass die Leitung davon überzeugt ist, dass der Mitarbeitende selbst die Lösung kennt. Das stärkt das Selbstwertgefühl!

  

Ein konkretes Beispiel:

"Was brauchst Du, damit ich sofort nach der Tour über Veränderungen bei unseren Pflegekunden informiert werde?

In diesem Beispiel ist der gewünschte Zielzustand konkretisiert worden. Sofort nach der Tour informiert werden wollen, schafft Klarheit darüber, was genau das "anders" oder "besser" sein soll.

"Was brauchst Du" lässt zu, dass auch die Leitung selbst einen Anteil an der Lösung haben kann. In meinen Workshops kommt oft von den Mitarbeitenden der Wunsch, dass die PDL oder die Stellvertretung  für eine gewisse Zeit nach der Tour ansprechbar sein sollen.

Die Fehler von Einzelnen werden also zu einer wertvollen Rückmeldung ins System. Mit System ist das Team, der Pflegedienst gemeint.

Wachstumskultur

Fehler und Misserfolge offen zugeben, zu seinen Fehlern stehen und Fehler als Helfer zu betrachten sind Zeichen dafür, dass in einem Pflegedienst keine Schuld- sondern eine Wachstumskultur gelebt wird.

Um Wachstumskultur Wirklichkeit werden zu lassen, reicht es nicht, seine Fragestellung umzustellen, sondern Leitung muss davon überzeugt sein, dass Fehler Chancen sind.

Zusammenfassung

Wenn Fehler gemacht werden, fragen Sie

  • nach Lösungen,
  • in die Zukunft gerichtet und
  • die Selbstwirksamkeitskräfte aktivierend.

Mehr dazu im Buch: Change-Management für ambulante Pflegedienste http://t1p.de/147i

Auf Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel freut sich

Ihre Claudia Henrichs

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Thomas Siessegger, Diplom-Kaufmann, Organisationsberater und Sachverständiger für ambulante Pflegedienste 

Claudia Henrichs, Unternehmensberaterin für Personalentwicklung, Trainerin und Coach für ambulante Pflegedienste

Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe (DFG), Marketingmanager & Pressesprecher, München

Peter Wawrik, Wawrik Pflege Consulting, Unternehmens- und Organisationsberatung im Pflegenetzwerk ambulant, Wohngemeinschaften und Tagespflegen

Giovanni Bruno, Online-Unternehmer, Berater für digitale Kommunikation und CEO der fokus digital GmbH. 

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