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Verfasst von: Peter Wawrik, Geschäftsführer

E-Kfz in der ambulanten Pflege? Na klar.

14.10.2017

Schon mal ein reines E-Kfz gefahren? Ein richtig tolles Erlebnis.
Du startest das Auto - und Du hörst nichts. Du fährst los - und Du hörst nur die Rollgeräusche der Reifen. Und als Fußgänger freust Du Dich über die Ruhe, wenn ein E-Auto vorbeifährt.
Eindeutig die Zukunft - auch für Pflege- und Betreuungsdienste.

Warum schreibe ich dies? Weil auch in der ambulanten Pflege in den nächsten Jahren mindestens bei einem Teil der Dienst-Kfz es sinnvoll ist, auf E-Kfz umzustellen.

In verschiedenen Regionen in Deutschland gibt es derzeit Elektromobilitätstage, von der IHK oder von anderen Verbänden organisiert.

Vereinzelt findet man dort schon den ein oder anderen Pflege- und Betreuungsdienst. Zurzeit eher, um sich zu informieren, Probe zu sitzen oder zu testen.
Spätestens in fünf Jahren könnte die Automobilwelt eine radikale Trendwende erleben, ist in der Fachwelt eine zentrale Erkenntnis.

Wenn Dienst-Kfz am Tag häufig rund 30 bis 60 Kilometer im Durchschnitt zurücklegen (entspricht einer Jahresleistung von etwa 10-20.000 Kilometern), dann sind diese Kilometer-Tagesleistungen gerade dafür prädestiniert, mit einem E-Kfz gefahren zu werden.

 

Drei große Probleme hindern (noch) meines Erachtens eine schnelle Umsetzung:

a)       Die bisher angebotenen E-Kfz im Kleinwagen-Segment kosten in der Anschaffung derzeit noch mehr als das Doppelte eines vergleichbaren Verbrenner-Kfz. Da Dienst-Kfz häufig nach drei bis fünf Jahren getauscht werden, fehlen bislang auch noch Erfahrungswerte, wie die gebrauchten E-Dienst-Kfz in Zahlung genommen werden und ob sich der deutlich höhere Kaufpreis wirtschaftlich darstellen lässt.

Hier ist die derzeitige Aussage der Fachwelt, dass die sich abzeichnende technologische Entwicklung erwarten lässt, dass die noch bestehenden Kostenvorteile des Verbrennungsmotors spätestens in fünf Jahren verschwunden sind.  Und für das nächste Jahr ist von einem Aachener Start-Up Unternehmen ein Kleinwagen angekündigt, der mit einer Reichweite von etwa 130 km und einem Preis von rund 12.000 inklusive Elektro-Autoprämie ein möglicherweise interessantes Angebot darstellt.

b)      Wenn ein Pflege- und Betreuungsdienst einen zentralen Parkplatz vorhält, dann können die E-Kfz dort geparkt und geladen werden. Die Zeit für eine volle Ladung über Nacht ist aber je nach Ladesystem bei einem Spätdienst (zum Beispiel bis 22.30 Uhr) und einem Frühdienst ab 6.30 Uhr nach Händlerinformationen z.T. nicht ausreichend und es kann über Nacht nur eine Teilladung der Batterie erfolgen.

Hier müssen Ladesysteme entwickelt werden, die die spezifischen Anforderungen der Touren der ambulanten Pflege und die möglichen Ladezyklen berücksichtigen.

c)       Für Mitarbeiter, die das E-Dienst-Kfz mit nach Hause nehmen können/ sollen, fehlt noch die Möglichkeit, den Strom, der vom privaten Haushalt entnommen wird, auch entsprechend zu erfassen und zu vergüten.

Zum einen könnte das Problem dadurch gelöst werden, dass die Ladekabel Zähler erhalten. Zum anderen fehlt es noch an einer rechtlichen Klärung, da Privat-Haushalte keinen Strom weiterverkaufen dürfen.

Meines Erachtens sollten sich Pflege- und Betreuungsdienste trotzdem jetzt schon entsprechend informieren und auch ihre Erwartungen und Vorstellungen den Auto-Händlern und -Herstellern mitteilen. Test-Möglichkeiten von E-Kfz sollten im Pflege- und Betreuungsdienst genutzt werden.
Je nach Versorgungsbereich eines Pflege- und Betreuungsdienstes werden voraussichtlich nicht alle Touren für ein E-Kfz geeignet sein, besonders, wenn diese im ländlichen Bereich viele Tages-Kilometer absolvieren. Daher wird ein Pflege- und Betreuungsdienst in Zukunft möglicherweise einen Teil seines Fuhrparks mit E-Kfz, den anderen Teil mit Hybrid-Kfz oder "klassischen" Verbrenner-Kfz ausstatten.

Schauen Sie in die Zukunft. Auch mit E-Kfz.
Und nutzen Sie in den nächsten Jahren noch den Image-Vorteil, den Sie als innovativer Pflegedienst mit E-Kfz darstellen.

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Claudia Henrichs, Unternehmensberaterin für Personalentwicklung, Trainerin und Coach für ambulante Pflegedienste

Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe (DFG), Marketingmanager & Pressesprecher, München

Peter Wawrik, Wawrik Pflege Consulting, Unternehmens- und Organisationsberatung im Pflegenetzwerk ambulant, Wohngemeinschaften und Tagespflegen

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