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Verfasst von: Alexander Cito Aufenacker, Beratung

Kalkulierte Potenziale mit PSG II

05.12.2015

Ende November wurden quasi zeitgleich die Pflegereform verabschiedet und der BARMER GEK Pflegereport 2015 veröffentlicht – zwei bedeutende Ereignisse für die Pflegebranche innerhalb einer Woche.

Was dies für Sie als Pflegedienst direkt bedeutet, können Sie hier erfahren...

Dass die Reform verabschiedet wurde, schien bereits entschiedene Sache, dass der Pflegereport die Reform begrüßt, ebenfalls – dass die Barmer GEK allerdings die Reform als "sehr großzügig" betitelt, hat dann doch etwas verwundert.

Der Pflegereport hat indes analysiert und kalkuliert, dass im ambulanten Bereich zum Umstellungszeitpunkt "mehr als 95 % der dann Leistung Beziehenden besser gestellt werden und niemand schlechter."  Auch beim Pflegegeld profitieren fast alle derzeitigen Leistungsempfänger, nämlich 97 %.

Anders herum betrachtet:

Es werden rechnerische Mehrausgaben in der Pflegeversicherung in Höhe von 1,265 Mrd. € prognostiziert. Dieser Wert auf die 12.750 Pflegediensten heruntergebrochen ergibt einen statistischen Mittelwert von knapp 100.000€ Mehrerlös aus Pflegesachleistungen pro Dienst pro Jahr!

Wenn das nicht auf den ersten Blick gute Nachrichten für die Branche sind!

In der CAREkonkret Nr. 48, Seite 11 wurde der Report  als Grundlage genommen, um diese 95% zu operationalisieren.

Die Pflegedienste, die ihre Kennzahlen gut kenne, können nun mit Hilfe der hier beiliegenden Exceltabelle nachrechnen, was diese 95% wirtschaftlich  für einen selbst bedeuten. Hierbei gibt es zwei Kalkulationsmodelle, eines nach dem Pflegereport Barmer und eines nach dem Modell von Thomas Siessegger (inkl §39 und §45).

Hier geht es zur Exceltabelle

In den letzten Tagen habe ich bei vielen meiner Kunden diese Tabelle bei der Potenzialberechnung herangezogen und  feststellen können, dass die Dienste de facto ihr Pflegerträge mit SGB XI um 15% bis 25% verbessern - und das bei einer Ausschöpfungsquote der Pflegestufen von 60% bis 65%.

Nun freuen sich die Geschäftsführer und Pflegdienstleiter ob der guten Nachrichten und Aussichten. Aber bitte nur kurz, denn dieses Konjunkturpaket muss interpretiert werden:

1)   Für diese Steigerung erfahren die Kunden ja auch mehr Leistungen/Zeit. Es gibt zwar überall noch Prozessoptimierungen, aber irgendwann muss auch Personal nachgesteuert werden, um diese Mehrerlöse auch "einfahren" zu können. Personal wird also auch weiterhin der treibende Faktor bleiben.

2)   Weiter spannend wird sein, die Patienten/Angehörigen zu beobachten. Die Ausschöpfungsquote von 60% erzählt ja auch eine Geschichte, nämlich, dass viele diese Quelle für die Befriedigung eigener Bedürfnisse nutzen. Wenn mehr Geld im Spiel ist, wird sicher auch der Kunde hiervor profitieren wollen – nicht nur in Pflegeleistungen.

3)   Wir alle stellen fest, dass sich der Dialog mit den Kassen intensiviert. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werden die Kassen zukünftig genauer prüfen, wen sie über MDK Einstufungsverfahren eine eingeschränkte Alltagskompetenz bescheinigen.

Uns allen viel Spaß in 2016 – es bleibt weiter hochspannend und aufregend!

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Alexander Cito Aufenacker
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