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Verfasst von: Thomas Sießegger, Unternehmensberater

Kostensparen ist "out"

17.10.2011

Wenn Sie Ihr Betriebsergebnis verbessern möchten, müssen Sie die Kosten um 10% steigern! ... und die Erlöse um 30%.

In den letzten 20 Jahren wurden massiv die Prozesse und damit die Kosten optimiert, 3 Beispiele:
1.) Im Jahre 1990 versorgte eine Krankenschwester 4 bis 5 Patienten pro Tag, heutzutage sind es oftmals 17 oder gar 21 Kunden  pro Tour. Kaputt von der Tour und der Belastung waren die Mitarbeiter sowohl damals wie heute.
2.) Anfang der 90-er Jahre wurden teilweise 3 Dienstbesprechungen pro Woche abgehalten. Diese dauerten jeweils 2 Stunden, oder nach Bedarf auch länger. Und es gab viel Bedarf  :-)
3.) Im Jahre 1996 dividierte man (fälschlicherweise!) den Punktwert immer durch 10, und erhielt so den Minutenwert (Anhaltswert) des Leistungskomplexes. Bei einer "großen Toilette"/"Ganzwaschung" waren das damals 400 Punkte, die Mitarbeiter benötigten tatsächlich 40 Minuten. Das kann ich bestätigen. Und heute? Ich habe schon einmal einen Pflegedienst gesehen, der hatte 23,2 Minuten in der Software hinterlegt. Super, finde ich. Es geht sogar Sekunden-genau. Wie weit ist die Pflege nur gekommen?
Übrigens ein Resultat der Erlös-orientierten Personal-Einsatz-Planung.

Objektiv betrachtet hat also ganz viel an Leistungsverdichtung stattgefunden.
Und nun ist nicht mehr viel Luft drin!

Trotzdem kommen immer und immer die Wünsche (v.a. von Geschäftsführungen), die Personalkosten senken zu wollen.
Und der Verweis darauf, daß die Personalkosten 80% der Gesamtkosten ausmachen, hilft mir dann auch nicht. Das weiß ich schon lange.
Alleine schon aufgrund des Kampfes um die Pflegefachkräfte am Markt wäre es fatal, nach Lösungen zu suchen, die Personalkosten zu senken. Das Gegenteil wird der Fall sein. Steigende Bezahlung (für Pflegefachkräfte) wird die Personalkosten nach oben treiben, und die Pflegedienste endlich dazu bringen und zwingen, die Preise in Verhandlungen anzuheben.

Manchmal, wenn mich das Drängen oder der Wunsch danach, Kosten zu sparen, zu sehr ärgert, gebe ich dem Fragenden den ultimativen Tipp: "Wenn Sie extrem viel Kosten sparen möchten, dann machen Sie Ihren Pflegedienst doch dicht! Dann haben Sie keine Kosten mehr." Man hat dann zwar auch keine Erlöse mehr, aber gut, wenn Kostensparen das Ziel an sich ist, wäre das eine Lösung.
Da verstehen die meisten dann doch, was ich meine.

Die Lösung = Erlöse steigern.

Dadurch kann ein Pflegedienst "geheilt" werden, z.B. wenn die Kosten um 10% steigen (durch Lohnerhöhungen und Einstellung von mehr Personal) und gleichzeitig die Erlöse um 30% steigen.
Wie die Erlöse gesteigert werden können, beschreibe ich morgen.

Andreas Heibernimmt sich dieses Themas ebenfalls beim HP-Managertag am 24. Oktober 2011 in Dortmund an, bei seinem Vortrag: Den schwarzen (Erlös-)Löchern auf der Spur! Von SGB XI bis Privatzahler überall schlummern versteckte Leistungen.
Mehr Informationen zum Häuslichen Pflege - Managertagfinden Sie hier:  HP-Managertag

Vielleicht sehen wir uns? Ich bin auch da.

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Thomas Sießegger
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Thomas Sießegger
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