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Verfasst von: Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe

Lasst uns stolz sein auf das, was wir leisten!

17.09.2017

Hunderttausende Pflegekräfte leisten in Deutschland jeden Tag einen großartigen Dienst an der Gesellschaft, aber von der Gesellschaft werden sie kaum wahrgenommen. Warum ist das so?

Ich glaube, weil das Thema Krankheit und Pflege in unserem Land ein Tabuthema ist, verbunden mit dem Ekel vor den Exkrementen fremder Menschen, mit Tod und unglaublicher körperlicher Belastung. Und wenn in den Medien über Pflege berichtet wird, dann mehr über Skandale und in Form wahlkampftauglicher Plattitüden. Eine davon ist: "Wir werden mehr Geld für die Pflege unserer alten Menschen ausgeben!" So etwas höre ich mir, selbst staatlich geprüfter Krankenpfleger, nun schon 20 Jahre an. Es ist an der Zeit, umzudenken.

Wir "aus der Pflege" können stolz sein, was wir tagtäglich für unsere Mitmenschen tun. Aber diesen Stolz müssen wir auch selbstbewusst nach außen tragen. Das beginnt schon damit, dass wir eine gründliche Ausbildung durchlaufen haben und viele Jahre investiert haben, um uns das immer umfassender Wissen anzueignen. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Zusatzqualifikationen und Fortbildungen. Wenn Pflegekräfte zu erzählen beginnen, ist das – vor allem für Außenstehende – hochinteressant, manchmal bedrückend, aber oft auch faszinierend. Denn kaum einer ist, neben den Angehörigen, tagtäglich so nah an den Menschen dran! Man hört Geschichten, die in keinem Buch und in keiner Zeitung stehen! Da begegnet man Persönlichkeiten, die Großartiges geleistet haben, da begegnet man Intellektuellen, Handwerkern, Weltenbummlern und Frauen, die nach dem 2. Weltkrieg Deutschland mit aufgebaut haben, und in der außerklinischen Intensivpflege jungen Menschen, die aus ihrem Leben, Beatmung hin oder her, so viel wie möglich herausholen möchten. Was ist doch die Pflege für ein spannender Beruf, der sich durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse ständig erneuert. Und dieses Fachwissen ist auch im Alltag wichtig – für jeden! Nicht nur das macht den Pflegeberuf so spannend und erfüllend. Vor allem gibt er einem immer wieder das Gefühl, was noch alles möglich ist, trotz Alter, Krankheit oder Behinderung. 

Darüber gilt es zu sprechen und der Gesellschaft vor Augen zu führen, wie viele Menschen durch uns Pflegekräfte in Grenzsituationen aufgefangen und unterstützt werden. Und viele können nach einer gewissen Zeit ja auch wieder auf eigenen Beinen stehen. Auch dies sollte man bedenken. 

Ich kann nur jede Pflegekraft dazu auffordern, tagtäglich und allerorts darüber zu berichten, wie erfüllend diese Arbeit ist. Gleichzeitig müssen wir für eine bessere Bezahlung der Pflege kämpfen, so wie es uns andere Berufsgruppen vormachen. Jeder muss seinen Beitrag dazu leisten, das Ansehen des Pflegeberufs zu erhöhen, indem er zeigt, was er tut. In anderen europäischen Ländern kennt jeder Nachbar die Krankenschwester/den Krankenpfleger in seiner Nähe. Die Pflegekraft ist wichtig und hoch angesehen. Nicht so in Deutschland! Unsere Bescheidenheit und Passivität kehrt sich gegen uns. Wir müssen endlich aktiv werden und es selbst in die Hand nehmen, wie wir gesehen und wertgeschätzt werden. Nehmen wir uns ein Beispiel an anderen Berufsgruppen, die nie vernünftige Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung erreicht hätten, wären sie nicht geschlossen aufgetreten und hätten für ihre Interessen gekämpft. 

Lasst uns mit Stolz zeigen, was unsere Arbeit wert ist!

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Christoph  Jaschke
Deutsche Fachpflege Gruppe
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Claudia Henrichs, Unternehmensberaterin für Personalentwicklung, Trainerin und Coach für ambulante Pflegedienste

Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe (DFG), Marketingmanager & Pressesprecher, München

Peter Wawrik, Wawrik Pflege Consulting, Unternehmens- und Organisationsberatung im Pflegenetzwerk ambulant, Wohngemeinschaften und Tagespflegen

Giovanni Bruno, Online-Unternehmer, Berater für digitale Kommunikation und CEO der fokus digital GmbH. 

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