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Verfasst von: Thomas Sießegger, Unternehmensberater

Mehr Geld kommt ins System!

07.12.2016

Wie können ambulante Dienste damit strategisch und praktisch umgehen?

Die Leistungen und der Umsatz werden durch die Überleitungsregelungen zum PSG II deutlich steigen können.
Hier sehen Sie an einer kleinen Animation, wie sich die Leistungssteigerungen in der Überleitungsphase zum PSG II auf den Umsatz und damit auf die Personalstärke ausweiten könnten. Das Ziel könnte sein, möglichst zeitnah die Anzahl der Mitarbeiter und deren Stunden zu erhöhen, damit die "Leute" sich nicht so schnell an die höheren Geldleistungen gewöhnen.

... ein realistisches Szenario   ║  Hier kommen Sie zur Animation (bitte klicken)
oder Sie kopieren diesen Link hier in Ihren Browser: www.siessegger.de/facebook/2017.mp4
(vielleicht erst einmal ein bißchen warten, bis das Video geladen ist, und dann bitte einfach durchklicken)

Übrigens: Das Video lässt sich an der unteren Leiste (bei Quicktime) anhalten - oder Sie können es "zurückspulen" und nochmals anschauen.

Vorbereitungen für das Jahr 2017 + + +
Dieser Blog-Beitrag ist die No. 05 von 12 in einer kleinen regelmäßigen Reihe von mir bis zum Jahresende 2016,
ein weiterer Beitrag zu dem, was für das Jahr 2017 alles vorbereitet werden sollte.

Ein paar Erläuterungen zu Schaubild 1:

Im Durchschnitt werden in Deutschland die Sachleistungen nicht zu 100% ausgeschöpft. Deshalb kommt es in vielen Fällen zu entsprechenden anteiligen Geldleistungen, in diesem Fall in Pflegestufe I bei 300 € Inanspruchnahme kommt es zu einer Auszahlung von 87,59 €.

Im letzten Halbjahr 2016 wurde vielfach versucht, die absehbaren Ansprüche, die sich durch das Feststellen einer "eingeschränkten Alltagskompetenz" ergeben, für die Pflegebedürftigen zu sichern, weil diese Ansprüche ins "PSG II-Jahr 2017" mitgenommen werden können. Dadurch ergibt sich zunächst einmal eine Erhöhung der Sachleistungen von 468 € auf 689 €. Einmal angenommen (was aber eher unwahrscheinlich ist*), die Inanspruchnahme von Sachleistungen würde erhöht auf 350 €, ergibt sich trotzdem eine erhöhte Auszahlung in Höhe von 155,48 €.

Soweit, so gut.

Nun kommt das Jahr 2017. Die bisherigen Pflegebedürftigen werden übergeleitet, ohne jemals der Gefahr ausgesetzt zu sein, dass diese Ansprüche wieder weggenommen werden. Dadurch ergibt sich automatisch eine nochmalige Erhöhung der Sachleistungen von derzeit 689 € auf zukünftige 1.298 €. Ein gigantischer Sprung.

Einmal angenommen (was aber eher unwahrscheinlich ist*), die Inanspruchnahme von Sachleistungen würde erhöht auf 400 €, ergibt sich eine nochmals erhöhte Auszahlung von 377,05 €.

Wenn die Pflegebedürftigen und Angehörigen dieses freudige Erlebnis bis zum April/Mai 2017 mehrfach mitbekommen haben, können Sie sicher sein, dass das Geld schnell "vergeben" sein wird, denn die Leute werden sich bald daran gewöhnen.

Wenn Sie dann im Mai oder Juni 2017 freudig die Kunden erneut ansprechen, um ihnen pflegerische Betreuung, Pflege oder Hilfen bei der Haushaltsführung anzubieten, weil sie dann endlich Personal gefunden, eingestellt und eingearbeitet haben, dürfte es wohl "zu spät" sein.

* weil die meisten Pflege- und Betreuungsdienste das Personal hierfür gar nicht hatten.

Was können Sie trotzdem tun?

  1. Anpassen der Preise, noch bis zum 1. Januar 2017:
    - Betreuungsleistungen nach § 45 b SGB XI (Entlastungsbetrag)
    - Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
    - Privatzahlerleistungen.
  2. Bisher kostenlos und stillschweigend erbrachte Leistungen (ohne ein Dankeschön dafür zu bekommen), sollten Sie ab Januar 2017 als Privatzahlerleistungen abrechnen.
    Das sollte jedoch nicht unbedingt über den Entlastungsbetrag erfolgen, sondern primär privat.
  3. Integrieren der "pflegerischen Betreuung" in die Regelversorgung, zusammen mit den Pflegeeinsätzen (siehe BLOG No. 04 in dieser Reihe).
  4. Durch gutes Beraten mehr Leistungen entdecken, die bisher nicht richtig abgerechnet werden (Stichwort: Eine inzwischen große Pflege, die ursprünglich eine kleine Pflege war, aber nicht vertraglich angepaßt wurde).

Sie werden feststellen,
♥ Sie können die Preise erhöhen,
♥ mehr Leistungen abrechnen,
und trotzdem wird ein Großteil der Kunden
♥ mehr Pflegegeld bekommen.

Das zweite Schaubild:

Die erste lila-farbene gepunktete Kurve zeigt theoretisch die Veränderung in der Nachfrage bzw. bei den Leistungsansprüchen.
Gegen Ende des Jahres möchten viele ihre "Budgets" (z.B. Betreuungsleistungen nach § 45b SGB XI und die stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI) noch ausschöpfen. Anfang des Jahres 2017 steigen die Ansprüche und die mögliche Nachfrage stark, im Schnitt um 20% bis 40%. Das könnte sich 1:1 in Umsatzsteigerung auswirken.
Übrigens: Das ist zunächst einmal alles blanke Theorie! Sie haben ja so schnell gar nicht das Personal zur Verfügung.

Wie könnte eine Lösung aussehen? Was passiert mit den nicht in Anspruch genommenen Sachleistungen, die in Form von Geldleistungen den Kunden zur Verfügung stehen? Was macht das mit Ihnen?

Versuchen Sie, möglichst stetig, Ihre Personalstärke aufzubauen. Das kann dann die orangenfarbene Kurve sein. Sie zeigt, was realistisch maximal möglich ist.
Die Differenz, der Abstand zur lila-farbenen gepunkteten Kurve ist das deutlich steigende Pflegegeld. Da werden sich die Leute schnell daran gewöhnen.

Bleiben Sie gelassen. Sie können nicht viel mehr tun, als das zu akzeptieren.
Es gibt doch wahrlich Schlimmeres?

Hauptsache, Sie bekommen möglichst bald, möglichst viel neues und gutes und geeignetes, entwicklungsfähiges Personal. Das ist die Aufgabe!

Weitere Beiträge in dieser Serie mit BLOG-Beiträgen zur Vorbereitung auf die Zeiten mit dem PSG II und dem PSG III - ab 2017:
Beitrag 01: Der Name Ihres Pflege- und Betreuungsdienstes?
Beitrag 02: 36 € pro Stunde für das Reinigen der Wohnung? Ist das nicht ein bißchen (zu)viel verlangt?
Beitrag 03: Alle Preise gleichzeitig anpassen zum 1. Januar 2017
Beitrag 04: Der "Pflegerischen Betreuung" als "neuem" Leistungsangebot eine Chance geben
Beitrag 05: Mehr Geld kommt ins System!
Beitrag 06: Preisobergrenzen bei den Entlastungsleistungen nach § 45 b SGB XI? 
Beitrag 07: Die Hauswirtschaft 2017 im Plus? Die Hauswirtschaft in der Kostenrechnung
Beitrag 08: Die Internet-Seite auf Vordermann bringen
Beitrag 09: Diskussion um die neue Preisobergrenze im PSG III bei Leistungen nach § 45b SGB XI
Beitrag 10: Wachstum planen in zwei Teilschritten
Beitrag 11: Die wichtigsten Pflegegrade in den Jahren 2017, 2018, 2019 und 2020
Beitrag 12: Neue, bewährte und erprobte Kennzahlen für 2017, 2018, 2019

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Thomas Sießegger
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Thomas Sießegger
Diplom-Kaufmann, Organisationsberater und Sachverständiger für ambulante Pflegedienste

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