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Verfasst von: Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe

Noch mehr Technik in der außerklinischen Intensivpflege? Warum nicht!

15.08.2018

Über Digitalisierung und Robotik wird viel diskutiert und doch hat man das Gefühl, dass wir uns in einer Phase der "Ruhe vor dem Sturm" befinden. Wir können steuern, was wir in der außerklinischen Intensivpflege wollen und was nicht. Darum geht es bei der Entscheider-Konferenz: Außerklinische Intensivpflege 4.0 in Berlin.

Soeben hat M. Sc. Hannes Eilers, Laboringenieur im Bereich Robotik an der Fachhochschule Kiel (Fachbereich Informatik & Elektrotechnik – Institut für Angewandte Informatik) und nebenberuflich freischaffender Ingenieur, in einem Interview mit CareTrialog gesagt: "Seit bereits mehr als zwei Jahrzehnten wird an Pflegerobotern geforscht. Bis zu einem tatsächlichen dauerhaften Praxiseinsatz hat es bisher keiner geschafft." Seiner Meinung liegt dies vor allem daran, "dass die Programmierer und Entwickler eines Roboters klassischerweise keinen Bezug zur Arbeitswelt Pflege" hätten. Daraus folgt der Schluss, dass wir uns als Vertreter*innen der Pflege mehr mit diesem Thema auseinandersetzen und mit den Entwicklern kommunizieren müssen.

Natürlich sind Robotik und Digitalisierung verschiedene Bereiche, obgleich es in Zukunft zunehmend Überschneidungen geben wird. Mich interessieren vor allem die Möglichkeiten, beides in der außerklinischen Intensivpflege zu nutzen. Diese arbeitet ohnehin schon mit viel Technik und ist bestrebt, im Gegensatz zu Intensivstationen, ein Wohnumfeld zu schaffen, das möglichst wenig an einen Klinikaufenthalt erinnert. Es wird mit Sicherheit längst an SMART-Beatmungsgeräten gearbeitet, die dann digital angesteuert und kontrolliert werden können. Ob dies wünschenswert ist, steht auf einem anderen Blatt. Denn alles, was ferngesteuert wird, kann sich auch gegen einen richten. Es gibt die Albtraum-Szenen in Filmen, wo ein Auto gegen einen Baum kracht, ohne dass der Insasse noch hätte eingreifen können.

Von solchen Horrorszenarien einmal abgesehen, gibt es vielversprechende Ansätze, wie z.B. die Pflegebrille, über die Heinrich Recken von der Hamburger Fern-Hochschule, Studienzentrum Essen, bei der Entscheider-Konferenz 4.0 referieren wird. Er wird der Frage nachgehen, wie man über computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung (Augmented-Reality) Fachkräfte und Angehörige bei der häuslichen Intensivpflege unterstützen könnte. Bei dieser Entwicklung gibt es übrigens den Bezug zur Arbeitswelt Pflege! Auch bereits bewährte Lösungen im Praxisalltag werden bei dieser Veranstaltung vorgestellt.

Ein großes Problem in der außerklinischen Intensivpflege ist die Tatsache, dass es viel zu wenig Hausärzt*innen gibt, die außerklinisch beatmete Patient*innen übernehmen und die sich den spezifischen Herausforderungen gewachsen fühlen. Deshalb sind telemedizinische Angebote essentiell für Patienten, Angehörige, Pflegekräfte und Hausärzte. Hierzu gab und gibt es bereits vielversprechende Modellprojekte, u.a. eViVa in Gauting, MeSib an der Uni Oldenburg, bea@home der Charité, eVent@home der Fachhochschule Niederrhein und telehomec@re. Vielfach waren die Betroffenen sehr von der Möglichkeit angetan, über den Bildschirm ärztlich betreut zu werden. Das Fernbehandlungsverbot stellte eine große Hürde dar. Doch im Mai dieses Jahres hat der Deutsche Ärztetag mit großer Mehrheit für die Lockerung des Fernbehandlungsverbots gestimmt, und so bleibt abzuwarten, ob die Landesärztekammern dies auch unterstützen werden. Es könnte also durchaus sein, dass schon bald die Telemedizin Einzug in die außerklinische Intensivpflege halten wird.

Wichtig ist, dass die außerklinisch beatmeten Menschen im Fokus bleiben und immer wieder gefragt werden, was sie brauchen. So gibt es pflegewissenschaftliche Studien, z.B. von Christiane Gödecke, die zu dem Ergebnis kommen, dass trotz oder gerade wegen der vielen Technik in der außerklinischen Beatmung die menschliche Zuwendung Priorität hat. Ein Gefühl der Sicherheit und des Aufgehobenseins ist weniger der eingesetzten Technik geschuldet, sondern der Fachkompetenz der Pflegekräfte, deren sicherem Umgang mit dieser Technik, einhergehend mit dem Bemühen, möglichst hohe Lebensqualität zu schaffen. Die Maschinen sollten "kreativ" in die Pflege integriert werden, nicht die Prozesse bestimmen.

Diskutieren Sie mit über den Stellenwert und die Funktion von Digitalisierung bei der Entscheider-Konferenz: Außerklinische Intensivpflege 4.0 in Berlin, denn die außerklinische Intensivpflege steht vor großen Veränderungen durch den technischen Fortschritt, der durchaus Chancen bietet.

Anmeldung unter. http://www.vincentz-akademie.de/Ambulantes-Management/Entscheider-Konferenz-Ausserklinische-Intensivpflege-4.0

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