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Verfasst von: Thomas Sießegger, Unternehmensberater

Pro-aktive Personalpolitik

10.04.2011

Personal einstellen bevor es zum Jammern und Klagen kommt - der Bedarf ergibt sich von selbst

Die meisten ambulanten Pflegedienste sind nicht gerüstet für Wachstum. Und Wachstum ist fast überall möglich. Natürlich steht der allseits diskutierte und beklagte Pflegefachkraftmangel an erster Stelle als Grund. Es fehlen Pflegepersonal sowie Leitungskräfte. Die Kundenzahlen könnten jedoch mit Sicherheit steigen, und jeder einzelne Pflegedienst könnte seinen Marktanteil stabilisieren und mit Sicherheit sogar ausbauen, wenn entsprechendes Personal da wäre.

Deshalb sollte Personal pro-aktiv eingestellt werden, d.h. schon dann, wenn vermeintlich gar kein Personal benötigt wird; nicht erst dann, wenn die Über-/Mehrstunden zu hoch werden, das Jammern der Kolleginnen zu laut wird, oder erst dann, wenn frei werdende Stellen "ersetzt" werden sollen.
Meist dauert es nämlich (zu) lange.
Bis dahin haben sich die Kundenwünsche schon wieder erledigt, die Kunden sind abgesprungen, oder noch "einfacher":
Die Pflegedienstleitung bietet manche Leistungen gar nicht erst an, weil sie genau weiß, daß sie das Personal nicht zur Verfügung hat.
Sollte es doch klappen, ist es so, daß bei Beginn der Arbeit der neuen Mitarbeiterin schon wieder massiver neuer Bedarf da ist, die Stunden der neuen Mitarbeiterin werden "aufgefressen".

Das Motto muß deshalb lauten:

Einstellen was nur geht. Jede "frei herum laufende" Pflegefachkraft für sich gewinnen und einstellen!

Sie können gewiß sein: Es wird sich mit Sicherheit innerhalb kurzer Zeit eine Auslastung einstellen und Kunden können wieder aktiv beworben werden.

Weiterhin können
- zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 45 b SGB XI - und
- stundenweise Verhinderungspflege (§39 SGB XI)
angeboten werden, die ansonsten erst immer am Ende des Jahres "auffällig"werden, weil dann kein Personal mehr da ist.

Voraussetzungen für pro-aktive Personalpolitik:

Zunächst einmal müssen ggf. die Strukturen und Prozesse geändert werden, die zurzeit zu einem Defizit führen. Erst dann sollte man sich vergrößern, weil sich sonst auch die Probleme bzw. die Defizite vergrößern würden.

Sie zahlen grundsätzlich Über- und Mehrstunden aus.
Sie kennen "mein Arbeitszeitmodell" aus anderen Veröffentlichungen?
.. also nicht immer bis zum Limit der Über-/Mehrstunden gehen, und dann erst entscheiden - das dauert zu lange, und ..

Die pro-aktive Personalpolitik erfordert Mut.
Sie können aber mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass wenn Sie eine Mitarbeiterin einstellen, sich schnell der Bedarf für sie ergibt.

Mit pro-aktiver Personalpolitik lässt sich eine Entlastung der Pflegedienstleitung erreichen.
Frei werdende Kapazitäten sollten genutzt werden für die Akquise.
So entstehen Chancen für weiteres Wachstum und wachsende Marktanteile.

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Thomas Sießegger
Unternehmensberater
Thomas Sießegger
Diplom-Kaufmann, Organisationsberater und Sachverständiger für ambulante Pflegedienste

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