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Verfasst von: Claudia Henrichs, Claudia Henrichs

Stellenanzeige: Mein Haus – Mein Auto – Mein Boot

23.11.2018

8 Tipps für Ihre interesseweckende Stellenanzeige

 "Wo finde ich denn Bewerber?" fragten gleich mehrere Geschäftsführerinnen im letzten Workshop. "Wo werden Sie denn gefunden?" habe ich zurückgefragt.

Bevor Sie darüber nachdenken, wie Sie eine Stellenanzeige formulieren und wo diese platziert werden soll, machen Sie sich bitte Gedanken über Ihre Wunsch-Bewerber.

Dieselbe Anzeige spricht nicht jeden an!

Suchen Sie die erfahrene Kraft zwischen 35 und 45 Jahren, die Ihre Familienphase schon abgeschlossen hat und neben ihren Hobbys wieder in den Beruf einsteigen will?

Oder suchen Sie die jüngere Kraft mit kleinen Kindern und einer Affinität zu den Sozialen Medien?

Sie können beide der oben genannten oder auch noch mehr Wunsch-Kandidaten-Profile erarbeiten. Doch eines gilt auf jeden Fall: Passen Sie Ihre Anzeige an die jeweilige Zielgruppe an und wählen Sie dann den Platz für Ihre Anzeige, auf dem sich Ihre Interessent/innen aufhalten.

Sie sind nicht bei Facebook oder YouTube und Instagram ist Ihnen fremd?

Dann werden Sie von einen großen Teil interessanter Bewerber/innen nicht gefunden. Bei der Altersgruppe 50+ ist Facebook mittlerweile das beliebteste Medium. Jüngere Menschen nutzen weit häufiger Instagram oder Snapchat.

In den Sozialen Medien aktiv zu sein hat noch einen weiteren Vorteil. Sie können in den vielen Gruppen für Pflegekräfte sehr schön lesen, welche Wünsche an einen neuen Arbeitgeber gestellt werden. Das können Sie für Ihren Anzeigentext nutzen. Alleine in der Facebook-Gruppe "Pflegekräfte – Helden der Neuzeit" sind zurzeit knapp 100.000 Mitglieder. Hier mitzulesen bietet eine Quelle für Ihre Inspiration!

8 Tipps für Ihre Stellenanzeigen

  1. Die Stellenanzeige muss immer auf die Zielgruppe angepasst werden. Text und Ansprache unterscheiden sich, je nach dem in welchem Medium – Print, Flyer, Social Media, Webseite- die Anzeige erscheint. Das kostenfreie Wochenblatt oder die Tageszeitung werden von anderen Menschen gelesen als die Facebook-Anzeige.
  2. Sprechen Sie auf der Startseite Ihrer Webseite sowohl Pflegebedürftige und Angehörige als auch Bewerber/innen an. Viele Pflegedienste arbeiten schon mit kleinen Videos, in denen Mitarbeiter/innen erzählen, was ihnen an ihrem Beruf gefällt. Sie können auch ohne viel Aufwand unter den Fotos Ihrer Mitarbeiter/innen "O-Töne" schreiben. Wählen Sie dann die Antworten auf Fragen wie:
    • "Was gefällt mir bei unserem Pflegedienst besonders gut?"
    • "Warum habe ich mich für diesen Beruf entschieden?"
    • "Was treibt mich an, jeden Tag mein Bestes zu geben?"
  3. Arbeiten Sie auf jeden Fall auch in der Stellenanzeige mit Fotos. Passt das verwendete Foto zum Text? Wenn das Foto eine junge Frau mit Tattoos zeigt, passt dieser steife Text nicht dazu: "Die Unternehmensgruppe XYZ wurde 1849 gegründet und gehört heute mit ca. 4.000 Mitarbeitenden zu den großen Trägern sozialer Dienstleistungen in Süddeutschland. An über 100 Standorten im Großraum xy unterhält sie ein breit gefächertes Angebot an Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie therapeutischen und medizinischen Hilfen." Das klingt so ähnlich wie "Mein Haus, mein Auto, mein Boot!"
  4. Formulieren Sie einen Einleitungssatz, der das Besondere Ihres Pflegedienstes herausstellt. Beispiel: "Unsere Pflegekunden brauchen jemanden, der sie auf dem Weg in die Zukunft begleitet. Sie wollen auch im Alter ihre eigenen vier Wände genießen können. Wir brauchen Sie als begeisterte Pflegekraft, die unser engagiertes Team verstärkt."
  5. Sprechen Sie den Leser, die Leserin bei der Aufgabenbeschreibung persönlich an. Beispiel: "Gemeinsam mit Ihren Kolleg/innen sorgen Sie dafür, dass unsere Pflegekunden alle Ansprüche kennen, die das SGB XI für sie bereitstellt"
  6. Schreiben Sie beim Anforderungsprofil statt "Wir erwarten" besser "Das wünschen wir uns" und unterscheiden Sie zwischen den Voraussetzungen, die unverzichtbar und denen, die schön wären, aber nicht verpflichtend sind. Beispiel: "Erfahrung mit Validation wäre schön. Gerne buchen wir Ihnen aber auch ein Seminar, in dem Sie sich diese Art der Kommunikation aneignen können"
  7. Formulieren Sie den Schlusssatz mit einer Handlungsaufforderung. Hier muss der Impuls entstehen, sofort Kontakt aufnehmen zu wollen. Beispiel: "Wenn Sie wissen wollen, ob das alles stimmt, was Sie hier lesen, dann schreiben Sie mir eine Mail oder wählen am besten sofort unsere Telefonnummer."
  8. Gestalten Sie die Hemmschwelle so niedrig wie möglich. Verzichten Sie auf den Satz. "Senden Sie uns Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen zu Händen unserer Pflegedienstleitung" Besser: "Wenn Sie uns auf Herz und Nieren prüfen wollen, vereinbaren Sie heute noch einen Gesprächstermin mit Claudia Henrichs, unserer Pflegedienstleitung." Telefonnummer und Mailadresse angeben. Tipp: Nennen Sie bitte die Kontaktperson mit Vor- und Nachnamen. Das wirkt sich schon im Vorfeld positiv auf die Beziehungsgestaltung aus.

Beispiele für innovative Stellenanzeigen finden Sie hier

Also, lassen Sie sich von Ihren Wunsch-Bewerberinnen finden!

Gutes Gelingen dabei wünscht Ihnen

Claudia Henrichs

Ps: Die alte Sparkassenwerbung neu interpretiert: "Mein Altenheim, mein barrierefreies Bad, mein Rollator"
https://youtu.be/Gjf-nCsOd_I

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Thomas Siessegger, Diplom-Kaufmann, Organisationsberater und Sachverständiger für ambulante Pflegedienste 

Claudia Henrichs, Unternehmensberaterin für Personalentwicklung, Trainerin und Coach für ambulante Pflegedienste

Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe (DFG), Marketingmanager & Pressesprecher, München

Peter Wawrik, Wawrik Pflege Consulting, Unternehmens- und Organisationsberatung im Pflegenetzwerk ambulant, Wohngemeinschaften und Tagespflegen

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