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Verfasst von: Thomas Sießegger, Unternehmensberater

Warum Zeitarbeit oder Leiharbeiterinnen?

08.04.2011

... kann man doch alles selbst machen!

Einige Pflegedienste beschäftigen Zeitarbeitsfirmen, insbesondere für die Spitzen, für die Abenddienste und für das Wochenende.

Ich verstehe das nicht! Natürlich gibt es einerseits Pflegefachkraftmangel, und natürlich ist es schön, wenn ein Dienstleister einem dann eine Lösung anbieten kann.
Aber!
Diese Zeitarbeitskräftebekommen teilweise deutlich weniger bezahlt, als wenn man die Mitarbeiter direkt beim Pflegedienst beschäftigen würde. Ich verstehe das nicht. Warum stellt man sie nicht direkt an und ein?
Vielleicht fehlt es an den Kommunuikationswegen der Personalbeschaffung, diese Mitarbeiterzu bekommen?
Der Pflegedienst zahlt auf jeden Fall meist mehr, als wenn er sie selbst beschäftigen würde. Also: teure Mitarbeiter, die wenig Geld bekommen. Das ist doch krank.
Und die Sorge, daß der Bedarf nur kurzfristig ist, ist auch Quatsch! In den nächsten 10-15 Jahren wird es immer aufwärts gehenmit der Nachfrage, wenn man alles richtig macht.

Einziger Ansatzpunkt, der die Beschäftigung von Leiharbeiterinnen aus meiner Sicht rechtfertigt: Man lernt neue potentielle Mitarbeiter kennen, kann sie "testen", und wenn sie zu dem Teams passen, kann man sie ablösen oder "abkaufen". Ein bewußt gewählter Weg der Personalbeschaffung. So gesehen macht das Sinn.
Aber meist wird es aus Bequemlichkeit gemacht, manchmal sogar werden dieseMitarbeiter von den anderen fest angestellten Mitarbeitern als "Mitarbeiter zweiter Klasse" angesehen und behandelt. Das ist nicht OK.
Zeitarbeitskräfte werden nicht benötigt, um Spitzenabzudecken. Man müßte es selbst als Pflegedienst schaffen, und für ordentliche Bezahlung sorgen.

Machen es sich manche vielleicht zu einfach? Muß die Lösung nicht vielmehr lauten, eigenes Personal zu entwickeln, rechtzeitig die Bedarfe zu erkennen und pro-aktive Personalpolitik zu betreiben? Dazu in den nächsten Tagen mehr.

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