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Verfasst von: Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe

Was kommt auf die außerklinische Intensivpflege zu? Und was möchte sie erreichen?

07.02.2018

Vincentz Network lädt zur "Entscheider-Konferenz: Außerklinische Intensivpflege 3.0" am 17. April 2018 nach Berlin ein. Die Veranstaltung mit Vorträgen, Workshops und einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Politik und der Leistungserbringer ist unverzichtbar für Inhaber und Geschäftsführer von Einrichtungen und Diensten der außerklinischen Intensivpflege.

Die Pflegestärkungsgesetze, die in der letzten Legislaturperiode verabschiedet wurden, haben bislang nicht verhindert, dass außerklinisch beatmete Menschen schlecht versorgt werden. Ein wesentlicher Grund hierfür liegt darin, dass es die Politik weiterhin zulässt, dass ambulante Pflegedienste, die nach § 132a Abs. 2 SGB V zugelassen wurden, keinerlei weitere Zulassungsvoraussetzungen (insbesondere betrieblich-organisatorische, fachlich-personelle) erfüllen müssen, wenn sie zusätzlich ambulante intensivpflegerische Leistungen anbieten und/oder durchführen wollen. Diese Gesetzeslücke nutzen diejenigen, die mit ambulanter Intensivpflege nur schnelles Geld machen möchten, für ihre Zwecke aus.

Der Bereich der Prüfungen wurde deutlich ausgeweitet und aufschlussreich ist das Ergebnis des 5. MDS-Pflege-Qualitätsberichts, der am 1.2.2018 vom GKV-Spitzenverband und vom Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) in Berlin veröffentlicht wurde. Darin heißt es: "Bei 1,1 Prozent der Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld war eine Beatmung erforderlich. Die MDK-Prüfer sahen sich an, ob die Bedienung und Überwachung des Beatmungsgeräts sachgerecht war. Bei der Bewertung wird geprüft, ob Vitalparameter und Schwellenwerte dokumentiert sind und Wechsel- und Reinigungsintervalle eingehalten werden. Bei 75,3 Prozent der Betroffenen war dieses Kriterium erfüllt (2013: 83,1 Prozent). Aber bei jedem Vierten erfüllten die Dienste diese wichtigen Maßnahmen nicht. 2,1 Prozent der Pflegebedürftigen benötigten eine Trachealkanüle in der Luftröhre. Die MDK-Prüfer überprüften Wechsel und Reinigung der Kanüle. Bei 83,3 Prozent (2013: 84,1 Prozent) erfolgte dies sachgerecht." Hier bestehe "deutlicher Verbesserungsbedarf".

Wird dazu die HKP Qualitätsprüfungs-Richtlinie beitragen, in die nun auch die Prüfung der Fähigkeiten von Absaugen, Bedienung und Überwachung Beatmungsgerät und der Wechsel und Pflege der Trachealkanüle aufgenommen wurde? Dies bleibt abzuwarten. Tätig waren auch Berufsverbände wie der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), der gemeinsam mit den Ersatzkassen, Qualitätsmaßstäbe für die ambulante Intensivpflege ausgearbeitet hat. Zudem gibt es vom bpa einen ersten bundesweiten Rahmenvertrag zur ambulanten Intensivpflege. Meiner Meinung nach bleibt all dies ein "zahnloser Tiger", solange es keine klaren verbindlichen gesetzlichen Vorgaben gibt.

Die außerklinische Intensivpflege wächst und wächst. Das merken auch die Kassen und treten seit einiger Zeit kräftig auf die Kostenbremse. Der Graben zwischen Leistungsanbietern und Leistungsträgern wurde so in den letzten Jahren erheblich tiefer. Das Thema "Vergütungsverhandlungen" bekam einen immer höheren Stellenwert. Wer einen zu niedrigen Preis für seine Dienstleistung akzeptiert, kann schnell ins Aus geraten. Berichte hierüber häufen sich in jüngster Vergangenheit aus dem Bereich der ambulanten Kinder-Intensivpflege. Um so wichtiger ist es, sich als Inhaber und Geschäftsführer von Einrichtungen und Diensten der außerklinischen Intensivpflege zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. Dafür gibt es hinreichend Gelegenheit bei der "Entscheider-Konferenz: Außerklinische Intensivpflege 3.0". Viele der genannten Themen werden bei dieser Tagung von ausgewiesenen Expert*innen sowie Insidern vorgestellt. Dazu zählen: Jana Klingelhöller, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS), Dr. Christian Burholt, Kanzlei Baker McKenzie, Dr. Oliver Stegemann, Justiziar des Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Corinne Ruser, Geschäftsführerin Bundesverband Häusliche Kinderkrankenpflege (BHK), Marie-Christin Weber, Universität Potsdam, Stephan Kroneder, Vorstandsvorsitzender des Ambulanten Intensivpflegeverbandes Deutschland (IPV) und Marc Bennerscheidt, Leistungserbringer und Experte aus der Praxis.

Wichtiger Bestandteil der Konferenz ist die Podiumsdiskussion mit Politikern und Leistungserbringern. So wird wieder Erwin Rüddel (CDU) MdB, der neue Vorsitzende des Gesundheitsausschusses dabei sein, sowie die schon bekannte Bundestagsabgeordnete Pia Zimmermann (DIE LINKE). Neu in der Runde sind Erich Irlstorfer (CSU), MdB, und Marc Bennerscheidt, der die Leistungserbringer und die neue Interessengemeinschaft für Anbieter der Außerklinischen Intensivpflege NRW (IDA NRW) vertritt. Ich freue mich, gemeinsam mit Chefredakteur "Häusliche Pflege", Lukas Sander, diese Runde moderieren zu dürfen. Denn die Politik steht vor großen Herausforderungen: Der Pflegenotstand ist in der außerklinischen Intensivpflege längst angekommen und es müssen enorme Anstrengungen unternommen werden, Pflegekräfte für die spezifischen Anforderungen zu qualifizieren. Hier besteht weiterhin großer Aufklärungsbedarf, denn außerklinisch zu Pflegende haben, je nach Diagnose, die unterschiedlichsten Bedarfe. Und nicht nur pflegerischer Art, sondern auch hinsichtlich ihrer Wünsche und Möglichkeiten, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Auch darüber gilt es zu diskutieren und zu hinterfragen, inwieweit die Gesellschaft überhaupt noch bereit ist, sich auf ethische Fragestellungen einzulassen und Geld für mehr Lebensqualität und würdevolle Pflege in die Hand zu nehmen. 

Informationen und Anmeldung unter http://www.vincentz-akademie.de/Ambulantes-Management/Entscheider-Konferenz-Ausserklinische-Intensivpflege-3.0?utm_source=evalanche&utm_medium=mailing&utm_campaign=Entscheider_Konferenz_1_2018_Mailing1

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Christoph  Jaschke
Deutsche Fachpflege Gruppe
Christoph Jaschke
Marketingmanager & Pressesprecher München

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Thomas Siessegger, Diplom-Kaufmann, Organisationsberater und Sachverständiger für ambulante Pflegedienste 

Claudia Henrichs, Unternehmensberaterin für Personalentwicklung, Trainerin und Coach für ambulante Pflegedienste

Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe (DFG), Marketingmanager & Pressesprecher, München

Peter Wawrik, Wawrik Pflege Consulting, Unternehmens- und Organisationsberatung im Pflegenetzwerk ambulant, Wohngemeinschaften und Tagespflegen

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