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Verfasst von: Peter Wawrik, Geschäftsführer

Wer bewirbt sich heute eigentlich bei wem?

04.07.2018

Das kennen Sie noch aus der Vergangenheit: Per Post erhalten Sie Initiativ-Bewerbungen mit ausführlichen Bewerbungsunterlagen, auf eine Stellenausschreibung gehen etliche Bewerbungen in Ihrem Pflegedienst ein. Sie hatten manchmal die Qual der Wahl, haben mehrere Vorstellungsgespräche geführt, um dann einem Bewerber eine Zusage und mehreren Bewerbern eine Absage mitzuteilen.

Das ist Vergangenheit.

In Zeiten von Fachkräftemangel (nicht nur bei den examinierten Fachkräften, sondern auch bei geeigneten Betreuungskräften) bewirbt sich heute der Arbeitgeber um die wenigen wechselwilligen Kandidaten, nicht der Bewerber beim Arbeitgeber.
Sind Sie darauf vorbereitet?

Was hat sich im Personalmanagement von großen Unternehmen zum Beispiel geändert:

Die Otto Group, Hamburg bevorzugt Online-Bewerbungen und verzichtet auf ein bislang übliches Bewerbungs-Anschreiben. Neben einem ausführlichen und strukturierten Lebenslauf und Zeugnis werden Antworten auf zwei Fragen erwartet: 1) Warum will ich zu Otto? 2) Warum sollte Otto mich nehmen?

Die Deutsche Bahn plant für Auszubildende eine Online-Plattform, auf der sie sich mit Lebenslauf und Zeugnis ohne Anschreiben bewerben können.

Übertragen wir dies auf die ambulanten Pflege- und Betreuungsdienste.

Haben Sie als PDL oder Inhaber schon einmal einen spontanen Anruf von einem Bewerber erhalten? Hat schon einfach jemand mal bei Ihnen vor der Tür gestanden und nach einer freien Stelle gefragt?
Haben Sie schon Bewerbungen per Email erhalten?

Seien Sie vorbereitet. Reagieren Sie schnell.  In Zukunft werden die Pflegedienste noch in der Personalakquise erfolgreich sein, die die Chance von anfragenden Fachkräften sofort nutzen.

Was wird am Anfang tatsächlich nur benötigt:

a)      der Name
b)     die Handy-Nummer
c)      die Email-Adresse
d)     ein Wissen um die Qualifikation

Alles andere kann später die Personalabteilung mit dem Personalfragebogen klären.

Eine wichtige Frage an Sie als Inhaber oder Pflegedienstleitung:

Können Sie mir in 2-3 Minuten Ihren Pflege- und Betreuungsdienst so interessant beschreiben, dass ich Interesse hätte, von Ihnen mehr zu erfahren und/oder einen Probearbeitstag zu absolvieren?

Haben Sie eine aktuelle, schriftliche Beschreibung Ihres Dienstes, die ich mitnehmen kann?

Das ist heute für "interessierte potentielle (Fach-)kräfte" wichtig.

Meine Tipps:

Stellen Sie jede geeignete(n) Mitarbeiterin und Mitarbeiter ein. Sie haben genügend Arbeit in Zukunft.

Stellen Sie nicht "aus Not" jemanden ein, der nicht zu Ihrem Dienst passt.

Seien Sie flexibel. Wenn ein Bewerber vor Ihrer Tür steht, müssen Sie sich Zeit nehmen, laden ihn auf eine Tasse Kaffee ein, begeistern Sie ihn von Ihrem Dienst.

Seien Sie authentisch. Wenn der Bewerber das Gegenteil von dem erlebt, was Sie ihm erzählen, ist er schnell wieder weg.

Seien Sie informiert. Sie sollten wissen und erklären können, was eine Pflegefachkraft oder Betreuungskraft pro Stunde verdienen kann, wieviel Urlaubtage es pro Jahr gibt und welche weiteren Rahmenbedingungen für Mitarbeiter angeboten werden.

Schreiben Sie mir Ihre Erfahrungen. Ich freue mich darauf. Ihr Peter Wawrik

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Christoph Jaschke, Deutsche Fachpflege Gruppe (DFG), Marketingmanager & Pressesprecher, München

Peter Wawrik, Wawrik Pflege Consulting, Unternehmens- und Organisationsberatung im Pflegenetzwerk ambulant, Wohngemeinschaften und Tagespflegen

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