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Mangel an medizinischen Schutzmasken

Ambulante Pflegedienste sind in größten Schwierigkeiten

30.03.2020
Die Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen, Nadya Klarmann. Foto: Pflegekammer Niedersachsen

Die Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen, Nadya Klarmann. Foto: Pflegekammer Niedersachsen

Der anhaltende massive Mangel an medizinischen Schutzmasken in der Corona-Krise hat die ambulanten Pflegedienste aus Sicht der Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen, Nadya Klarmann, in größte Schwierigkeiten gebracht.

"Wir stehen vor einem ethischen Problem, für das es keine einfache Lösung gibt", sagte Klarmann, am Freitag im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). "Es ist unverantwortlich, die Pflegekräfte ohne ausreichenden Schutz zu den Patienten zu schicken - aber es ist auch nicht zu verantworten, diese Patienten unversorgt zu lassen." 

Es bestehe die Gefahr, dass sich die ambulanten Pflegekräfte bei ihren Patienten anstecken und das Virus so zum nächsten Patienten tragen. Außerdem dürften nicht Intensivpatienten vergessen werden, die etwa einen multiresistenten Keim trügen. Sie hätten auch schon vor Corona nur mit Schutzkleidung, Handschuhen und Masken gepflegt werden dürfen, erläuterte die Präsidentin.

Sollte die ambulante Pflege ausfallen, drohe im schlimmsten Fall der Kollaps im Pflegebereich, warnte Klarmann. "Im Zweifel müssten die Patienten, die noch gut zu Hause leben könnten, dann in Pflegeheime und Krankenhäuser - Häuser, die jetzt gerade frei gemacht werden für die kommenden Covid-19-Erkrankten."

Der Handel mit Schutzartikeln treibe derzeit ungeahnte Blüten, kritisierte die Präsidentin. Dubiose Händler hätten der Kammer bereits Schutzmasken für 10 Euro plus Mehrwertsteuer angeboten. Sie kosteten im Normalfall deutlich weniger als einen Euro.

Klarmann appellierte an die Politik, in einer Übergangszeit den Handel mit Schutzartikeln an Privatpersonen zu unterbinden und die Masken und Handschuhe an Krankenhäuser, Ärzte, Heime und Pflegedienste zu verteilen. Nachschub sei zwar bereits auf den Weg, doch gelte es, die Zeit dahin zu überbrücken.

Ausdrücklich lobte die Präsidentin das große Engagement von Theaterschneidereien, Kirchengemeinden, Familienbildungsstätten und Privatleuten, die mit Anleitungen aus dem Internet Schutzmasken aus Stoffresten nähen. "Sie können zumindest helfen, dass Infektionsrisiko ein wenig zu senken." Solche Masken hielten zwar das Coronavirus nicht auf, verhinderten aber, dass der Maskenträger beim Niesen oder Husten Tröpfchen verbreitet.

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