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Angehörige erreichen und entlasten

19.12.2018
Um die Beratung von pflegenden Angehörigen effektiv zu gestalten, sollten Sie sich bewusst machen, dass der Angehöriger zwischen seiner Ehe- und Pflegerolle schwankt.

Foto: Werner Krüper

Um die Beratung von pflegenden Angehörigen effektiv zu gestalten, sollten Sie sich bewusst machen, dass der Angehöriger zwischen seiner Ehe- und Pflegerolle schwankt.

Foto: Werner Krüper

Die Beratung von Ehepartnern, bei denen einer an Demenz erkrankt ist, stellt häufig eine besondere Herausforderung für die Tagespflegeleitung dar.

Angehörigenberatung gilt als wichtiger Beitrag zur Entlastung. Doch oft sind Angehörige von Gästen mit Demenz schwer erreichbar und nehmen Unterstützungsangebote nur zögerlich an. "Oft kann man den Eindruck gewinnen, dass die Beratung trotz Ausrichtung an den individuellen Bedürfnissen der pflegenden Ehepartner nicht ihren wirklichen Bedarf erfasst und man auf verschiedenen Ebenen kommuniziert", sagt Anne Roder, Unternehmensberaterin für die Tagespflege, in der Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift TP.

Objektive Faktoren wie die Symptome der Demenz und die sich daraus ergebenden Anforderungen in der Pflege und Betreuung prägen das Belastungserleben in allen Bereichen des Lebens. Im Vordergrund stehen dabei die Verhaltensänderungen des an Demenz erkrankten Partners, die ständige Überlastung, die soziale Isolation und der Beziehungsverlust (oder -veränderung) zwischen den Eheleuten. Ein weiterer Faktor ist die subjektive Belastung, die sich aus dem individuellen Erleben des pflegenden Ehepartners in Abhängigkeit seiner Persönlichkeit und seiner Situation ergibt. Gefühle wie Angst, Trauer, Wut aber auch Schuldgefühle und Versagensängste spielen dabei eine Rolle. "Zentrales Steuerungselement des Ausmaßes des Belastungserlebens sind also die individuellen Bewältigungsstrategien der Pflegenden und nicht unbedingt der Grad der Demenz" so Roder. Dieses Wissen und die Erkenntnis, dass der Partner immer wieder zwischen Ehe- und Pflegerolle schwankt, können helfen, eine effektivere Beratung anzubieten.

Den Beitrag "Angehörige erreichen" lesen Sie in der Dezember-Ausgabe von TP. Dort reflektiert und analysiert Anne Roder diese vielschichtige Thematik und gibt Tipps für die Praxis.

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