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Konzertierte Aktion Pflege

Bundesregierung will Pflege-Ausbildung ankurbeln

25.01.2019
Mehr als 100 Maßnahmen zur Pflegeaus- und Weiterbildung sollen bis 2023 abgeschlossen werden, erklärte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) auf einem Kongress in Berlin Ende Januar.

Foto: SPD Berlin/Jachim Gern

Mehr als 100 Maßnahmen zur Pflegeaus- und Weiterbildung sollen bis 2023 abgeschlossen werden, erklärte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) auf einem Kongress in Berlin Ende Januar.

Foto: SPD Berlin/Jachim Gern

Die Bundesregierung will die Aus- und Weiterbildung dringend benötigter Pflegekräfte ankurbeln. Mit Akteuren in diesem Bereich seien mehr als 100 Maßnahmen vereinbart worden, die bis 2023 umgesetzt werden sollen, sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD) am 25. Januar bei einem Kongress in Berlin.

So solle die Zahl der Auszubildenden und ausbildenden Einrichtungen gemeinsam mit den Ländern im Schnitt um zehn Prozent erhöht werden. Pflegeeinrichtungen sollen 5000 Weiterbildungsplätze bereitstellen. Ein Beraterteam mit 40 Experten soll bundesweit an Schulen über Pflegeberufe informieren.

Die Pläne gehören zu ersten Ergebnissen der "Konzertierten Aktion Pflege" der Regierung, die an diesem Montag vorgestellt werden sollen (HP wird berichten). Dieser Dialogprozess mit Arbeitgebern und Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Krankenkassen und Betroffenenverbänden war im vergangenen Sommer gestartet worden. Bis diesen Sommer sollen umfassende Vorschläge erarbeitet werden, um die große Personalnot in der Pflege zu lindern. Bundesweit sind rund 40 000 Stellen unbesetzt.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) forderte alle Anbieter in der Altenpflege auf, sich endlich für die Gründung eines gemeinsamen Arbeitgeberverbands auf den Weg zu machen. Dieser solle dann mit den Gewerkschaften über einen ordentlichen Tarifvertrag verhandeln. Die Arbeitgeber müssten nun von guten Absichtserklärungen ins Konkrete kommen, "und zwar bis zum Sommer". In der Altenpflege arbeiten laut Heil nur 22 Prozent der Beschäftigten in Firmen mit Tarifverträgen.

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