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Osteuropäische Hilfskräfte

Einheitliche Standards statt Grauzone

08.08.2018
Foto: Adobe Stock/Peter Atkins

Foto: Adobe Stock/Peter Atkins

Für die Beschäftigung osteuropäischer Hilfskräfte bei der häuslichen Betreuung Pflegebedürftiger müssen nach Ansicht von Experten einheitliche Standards geschaffen werden. Der Markt dafür bewege sich wegen fehlender gesetzlicher Regelungen in einer Grauzone zwischen Legalität und Illegalität.

Der Bedarf für solche Hilfskräfte sei vorhanden. Das sagte der Direktor der deutsch-polnischen Wissenschaftseinrichtung GPPLEN (German-Polish Centre for Public Law and Environmental Network) der Universitäten Cottbus und Breslau, Lothar Knopp, am 7. August in Berlin. Die Anbieter solcher Leistungen legten ihre Standards und Praktiken meist nicht offen, sagte Knopp. So hätten sich nur 22 von 103 angefragten Vermittlungsagenturen und Anbietern von Betreuungsleistungen für Pflegebedürftige an einer Befragung des Instituts beteiligt. "Das Gros des Marktes hat seine Auskünfte verweigert", betonte Knopp: "Der Markt mauert."

 Da die Bezahlung der Hilfen den Pflegebedürftigen oft Schwierigkeiten bereite, drohe der Bereich in die Illegalität abzudriften, sagte Knopp. Die Finanzierung solcher Hilfskräfte durch Pflegebedürftige und ihre Angehörigen müsse deshalb erleichtert werden. Dazu sollten Pflegegeld und Steuerfreibeträge erhöht werden, sagte Knopp. Die bisherigen Regelungen mit einem Steuerfreibetrag von bis zu 20.000 Euro im Jahr für die Beschäftigung von Hilfskräften in der häuslichen Pflege seien unzureichend. Die tatsächlichen Kosten könnten so nicht finanziert werden.

 "Die Politik muss endlich gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen, die den Markt integrieren", sagte Knopp. Auch die Rechtssicherheit für die Kunden, die durch die Beschäftigung von Hilfskräften auch unerwartet zu Arbeitgebern werden können, müsse verbessert werden. Vorbildlich seien Regelungen in Österreich mit einer Finanzierung von Betreuungskräften aus einem Schwerbehindertenfonds.

 Knapp jeder zehnte Pflegehaushalt in Deutschland beschäftige eine meist aus Osteuropa stammende Hilfskraft, hieß es unter Berufung auf eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung von 2017. Damit beschäftigten mehr als 200.000 Haushalte im Land legal oder illegal solche Betreuungskräfte.

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