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Gewerkschaft und Arbeitgeber wollen bundesweiten Tarifvertrag Pflege

27.08.2019
Wenn es nach ver.di und BVAP geht, soll der bundesweit gültige Tarifvertrag für die Pflege noch 2019 kommen.

Foto: Adobe Stock/fokussiert

Wenn es nach ver.di und BVAP geht, soll der bundesweit gültige Tarifvertrag für die Pflege noch 2019 kommen.

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Die Gewerkschaft ver.di und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) streben noch 2019 einen bundesweiten Tarifvertrag an. Dieser solle anschließend von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für die gesamte Pflegebranche für allgemeingültig erklärt werden, sagte BVAP-Vorstandsmitglied Gero Kettler. 

Erste Sondierungsgespräche mit ver.di in Berlin hätten Kettler zuversichtlich gestimmt. Im Oktober sollen die Verhandlungen beginnen.

"Ein bundesweiter Tarifvertrag sichert das Lohnniveau nach unten ab und beendet den ruinösen Wettbewerb", sagte Kettler, der zugleich Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist. Über viele Jahre habe die Pflegebranche niedrige Löhne gezahlt. "Das war ein Fehler. Darunter hat die Attraktivität des Pflegeberufes massiv gelitten." Ziel der bevorstehenden Tarifverhandlungen sei es, das Ansehen der Branche zu steigern und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Die vor allem von privaten Pflegeanbietern geschürten Ängste, die Refinanzierungsverhandlungen mit den Kostenträgern würden durch einen allgemeinen Tarifvertrag schwieriger, wies Kettler als "taktisches Argument" zurück. Das Gegenteil sei der Fall. Die Pflegekassen und andere Kostenträger müssten bestehende Tarifverträge anerkennen.

Schon jetzt besserverdienende Pflegerinnen und Pfleger müssten nicht befürchten, dass ihre Entgelte eingefroren werden, bis der Bundestarif nachgerückt sei. "Der Wettbewerb um Fachkräfte bleibt ja bestehen." Bestehende bessere Tarife bleiben Kettler zufolge von den Ergebnissen der Verhandlungen unberührt.

Angestrebt werde von Arbeitgeberseite eine vorsichtige Anpassung des Entgeltniveaus an die Berufserfahrung der Mitarbeitenden. Wer mehr Erfahrung mitbringe, solle auch besser bezahlt werden, sagte Kettler. In dieser Frage sehe er keine Konflikte mit ver.di. Anders sehe es bei der Frage des Urlaubs und der Höhe des Entgeltes aus. "Da gilt es, die gegenseitigen Schmerzgrenzen auszuloten."

Kettler appellierte an noch nicht organisierte Arbeitgeber, dem BVAP beizutreten. Der Verband verhandle bundesweit bereits für 250 Pflegeanbieter, unter anderem für Einrichtungen des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Arbeiterwohlfahrt, des Diakonischen Dienstgeberverbandes Niedersachsen, des Paritätischen Gesamtverbandes und der in den östlichen Bundesländern starken Volkssolidarität.

Andere Verbände wie der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) wünschen sich weiterhin einen erhöhten Pflegemindestlohn, jedoch keinen bundesweiten Tarif. (hp/epd)

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