Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Sie sind hier:

Home Infopool Nachrichten "In 200.000 Haushalten arbeiten Pfleg...

Studie des GGPLEN

"In 200.000 Haushalten arbeiten Pflegehilfskräfte"

10.08.2018
In jedem zehnten Pflegehaushalt befindet sich eine meist osteuropäische Hilfskraft.

Foto: iStock

In jedem zehnten Pflegehaushalt befindet sich eine meist osteuropäische Hilfskraft.

Foto: iStock

Knapp jeder zehnte Haushalt mit Pflegebedürftigen in Deutschland soll eine meist aus Osteuropa stammende Hilfskraft beschäftigen. Minijobs und illegale Beschäftigung seien für die Branche kennzeichnend.

Das behauptet die deutsch-polnische Wissenschaftseinrichtung GPPLEN (German-Polish Centre for Public Law and Environmental Network) der Universitäten Cottbus und Breslau in einer am 7. August in Berlin vorgestellten Studie. Das GGPLEN bezieht sich hierbei auf eine Zahl aus einer von der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführten Studie. In dieser war jedoch von 2,08 Millionen Pflegehaushalten, von denen in 163.000 (8 Prozent) "osteuropäische Hilfskräfte" tätig sind, die Rede.

Der Bedarf für solche Hilfskräfte sei vorhanden, der Markt dafür bewege sich jedoch wegen fehlender gesetzlicher Regelungen in einer Grauzone zwischen Legalität und Illegalität, sagte Instituts-Direktor Lothar Knopp. Die Finanzierung solcher Hilfskräfte durch Pflegebedürftige und ihre Angehörigen müsse erleichtert werden. Dazu sollten Pflegegeld und Steuerfreibeträge erhöht werden, sagte Knopp. Die bisherigen Regelungen mit einem Steuerfreibetrag von bis zu 20.000 Euro im Jahr für die Beschäftigung von Hilfskräften in der häuslichen Pflege seien unzureichend. Die tatsächlichen Kosten könnten so nicht finanziert werden.

Laut einer weiteren in Düsseldorf veröffentlichten Studie haben 14 Prozent der Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen einen Migrationshintergrund, im ambulanten Sektor sind es elf Prozent. Bei den Arbeitsbedingungen seien in Deutschland deutliche Unterschiede zwischen Pflegekräften mit und ohne Migrationshintergrund erkennbar, erklärte Studienautorin Hildegard Theobald, deren Untersuchung von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gefördert wurde.

Unbezahlte Überstunden machen demnach 41 Prozent der Migranten und 18 Prozent der anderen Beschäftigten. Noch schlechter sieht es bei den Ungelernten aus. Zudem erfahren Migranten, die in der Pflege arbeiten, wenig Wertschätzung. Von ausländerfeindlichen Kommentaren sind laut Studie 15 Prozent betroffen.

Wie die Unteruschung weiter ergab, klagen Pflegekräfte in Schweden und Japan wie ihre Kollegen in Deutschland über Zeitdruck, Erschöpfung und prekäre Arbeitsverhältnisse. Allerdings laufe in Schweden manches besser, hieß es. Das skandinavische Land tue sich immerhin durch eine umfassende Qualifizierungsstrategie für die Beschäftigten hervor, erklärte die Sozialwissenschaftlerin Theobald von der Universität Vechta. Deutschland verfüge über ein relativ hohes Qualifikationsniveau in der ambulanten Pflege, die stationären Einrichtungen stünden in dieser Hinsicht allerdings relativ schlecht da. Theobald sprach sich daher für mehr berufsbegleitende Angebote aus.

Prekäre Beschäftigungsformen wie Minijobs und stundenweise Beschäftigung machen der Untersuchung zufolge im ambulanten Sektor in Deutschland etwa ein Fünftel der Beschäftigungsverhältnisse aus, vor allem Helfer und Ungelernte sind davon betroffen. In Schweden schwankt der Anteil zwischen 15 Prozent bei den öffentlichen Dienstleistern und 34 Prozent bei den privaten Konkurrenten. Für die Studie wurden Daten aus den Jahren 2005 bis 2012 erfasst, die sich auf insgesamt 2.500 Beschäftigte beziehen.

Facebook

Verwandte Artikel:

Veranstaltungen

Häusliche Pflege Innovationskonferenz – Wirtschaftlichkeit und Personalkonzepte

Veranstaltungen

Häusliche Pflege Managertag Herbst 2018

Veranstaltungen

Vincentz Akademie

Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

registrieren

Aktuelle Ausgabe

zum Abo ...

Oktober 2018

Alles unter Kontrolle
Ambulante Anbieter müssen ihre
Steuermechanismen überdenken

Abo

Downloads

Weitere Zeitschriften

pflegepartner

Das Magazin für pflegende Angehörige

pflegepartner

Richtig beraten -
mit pflegepartner

pflegpartner unterstützt Sie bei der Beratung pflegender Angehöriger und stärkt das Marketing Ihres Pflegedienstes mit hochwertigen Inhalten, die überzeugen. Schaffen Sie Vertrauen - mit pflegepartner!


Werfen Sie hier einen Blick ins Heft!

Bestellen Sie hier Ihr Kundenmagazin!

Verlagsbereich Altenhilfe

Verlagsbereich Altenhilfe

Partner für die Altenhilfe

Altenpflege Logo

Altenpflege Online

Vorsprung durch Wissen. Die Website für die Pflegepraxis.

CAREkonkret Logo

CAREkonkret

Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege

Altenheim Logo

Altenheim Online

Lösungen fürs Management von Pflegeheimen

CareInvest

CAREInvest

Der Branchendienst des Pflegemarkts