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Pflegeausbildung

Murks oder Meisterstück? Bundestag hat Ausbildungsreform verabschiedet

22.06.2017
Ausbildung von Altenpflerinnen und Altenpflegern am Fachseminar fuer Altenpflege der Diakonie Stiftung Salem in Minden (Nordrhein-Westfalen); Foto: epd/Werner Krüper

Ausbildung von Altenpflerinnen und Altenpflegern am Fachseminar fuer Altenpflege der Diakonie Stiftung Salem in Minden (Nordrhein-Westfalen); Foto: epd/Werner Krüper

Der Bundestag hat in Berlin die umstrittene Reform der Pflegeberufe beschlossen. Von 2020 an soll es eine generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann geben. Heftige Kritik und großes Lob gab es von den verschiedenen Interessengruppen.

Absolventen mit diesem Abschluss können in allen Bereichen der Pflege arbeiten. Gleichzeitig bleiben die Abschlüsse in der Kinderkranken- und Altenpflege vorläufig erhalten. Nach sechs Jahren soll das Parlament im Jahr 2026 überprüfen, ob sie weiterhin notwendig sind.
Union und SPD hatten sich darauf erst nach langwierigen Verhandlungen verständigt. Zunächst war geplant, dass es ausschließlich die einheitliche Ausbildung für alle Pflegekräfte geben sollte.
Über die Lerninhalte und die praktische Ausgestaltung der Ausbildung entscheidet erst der nächste Bundestag. Die Opposition bezweifelte, dass mit der Reform das Ziel erreicht werde, den Pflegeberuf aufzuwerten und stimmte gegen das Gesetz.
Künftig sollen alle Auszubildenden in der Pflege zwei Jahre lang gemeinsam lernen und sich dann für die Fortsetzung der generalistischen Ausbildung oder die Spezialisierung auf Kinderkranken- oder Altenpflege entscheiden können. Ein berufsqualifzierendes Pflegestudium soll die Aufstiegsmöglichkeiten für Pflegekräfte verbessern. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) warben für den Kompromiss. Barley sagte, die Reform der Pflegeberufe sei "ein großer Schritt zur Aufwertung der sozialen Berufe", in denen vorwiegend Frauen tätig seien. Mit dem Gesetz wird spätestens 2020 auch das Schulgeld in der Altenpflege überall abgeschafft und die Ausbildungsvergütung verbessert. Gröhe nannte es einen "Aberwitz", dass in Mangelberufen überhaupt noch Schulgeld erhoben werde, meldet der Evangelische Pressedienst (epd).

Kritik gab unter anderem vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa). "Heute ist kein guter Tag für die Altenpflege in Deutschland. Ohne eine erneute Anhörung wird eine grundlegende Reform der Pflegeberufe beschlossen. Stand heute ist die Altenpflege die große Verliererin" konstanierte bpa-Präsident Bernd Meurer.

Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbandes Pflege, ist da ähnlicher Meinung: ,,Mit diesem höchst dilettantischen Machtwerk haben es die verantwortlichen Koalitionspolitiker geschafft, dass für alle Pflegeazubis, alle, die sich Gedanken machen, ob sie den Altenpflegeberuf erlernen wollen, alle Pflegeschulen, die ausbildungswilligen Unternehmen, ja die gesamte Altenpflegebranche nun eine ungute und lange Phase der totalen Verunsicherung beginnt.

Der Sozialverband SoVD begrüßt hingegen die von der Bundesregierung geplante Reform der Pflegeberufe. "Eine gerecht finanzierte Ausbildung ist unverzichtbar, um die Attraktivität des Pflegeberufes zu steigern", erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer. "Es ist ein großer Fortschritt, wenn das Schulgeld in der Pflege künftig entfällt. Dies gilt insbesondere mit Blick auf das Werben um Auszubildende. Denn es ist absehbar, dass sich der Wettbewerb um geeigneten Fachkräftenachwuchs insgesamt verschärfen wird. Die Pflege darf dabei nicht ins Hintertreffen geraten. Dies ist eine zentrale Voraussetzung, um langfristig auch die Qualität in der Pflege zu verbessern. Und hier besteht noch ein enormer Handlungsbedarf, wie Untersuchungen belegen", betont Adolf Bauer.

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