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Expertenanalyse

Personalmangel in der ambulanten Pflege spitzt sich zu

10.08.2018
Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung erwartet keine kurzfristige Verbesserung.

Foto: DIP

Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung erwartet keine kurzfristige Verbesserung.

Foto: DIP

"Uns erreichen Meldungen von ambulanten Diensten, die berichten, dass sie der 15. Dienst waren, der von Familien bei der Suche nach Betreuung angefragt wurde", sagte Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Eine kurzfristige Verbesserung des Personalmangels sei nicht zu erwarten, Die Problemlage sei über Jahre entstanden und spitze sich angesichts des Fachkräftemangels weiter zu. Die Pflegedienste reagieren nach Isforts Angaben auf die Engpässe, indem sie Anfragen an andere Dienste weitergeben oder Leistungen in einigen Familien reduzieren, um zusätzliche Klienten aufnehmen zu können. Nach Angaben der Bundesregierung aus dem April sind aktuell 15.000 Stellen in der Altenpflege nicht besetzt. Zusätzlich fehlten 8.500 Hilfskräfte.

Laut einer bundesweiten Erhebung des Instituts gab mehr als jeder zweite Dienst an, dass er 2015 Anfragen aufgrund eines Personalmangels nicht beantworten konnte. In der Zwischenzeit habe sich diese Situation verschärft, sagte Isfort. Der Diakonie-Pflegeexperte Peter Bartmann forderte eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch eine neue Struktur des Berufsalltags. Morgens und abends sei die Arbeit extrem eng getaktet, mittags habe man hingegen in der Pflege kaum etwas zu tun. "Der Arbeitsalltag muss ausgewogener und vielfältiger gestaltet werden", sagt Bartmann, der das Diakonie-Zentrum Gesundheit, Rehabilitation und Pflege leitet, dem epd. Viele Pflegekräfte würden von den Pflegediensten aber nur in Teilzeit angestellt.

Nach dem Früheinsatz könnten etwa Beratungen und niedrigschwellige Angebote eingeschoben werden, um Abwechslung zu schaffen und den Pflegekräften das Gefühl zu nehmen, sie arbeiteten nur "nach Stoppuhr". Viele Leute stiegen wegen der extremen Arbeitsverdichtung aus dem Beruf aus. Die Probleme könnten nicht allein durch mehr Hilfskräfte beseitigt werden. Der Ansatz, die Fachkräftequote bei den Pflegediensten zu senken, werde die Probleme auf Dauer nicht beseitigen, sagte Bartmann.

Der Diakonie-Pflegeexperte sagte, die Situation sei in ländlichen Regionen teilweise kritischer als in den Städten, weil lange Anfahrtswege die Versorgung erschwerten. Verallgemeinern könne man das aber nicht. Auch in teuren Ballungsräumen wie etwa München, würden Pflegekräfte fehlen, weil sie sich die Mieten dort von ihrem Gehalt kaum leisten könnten.

Seminar-Tipp:

"Aus der Praxis für die Praxis: Personal, Wirtschaftlichkeit und Vernetzung" lautet der programmatische Schwerpunkt des Häusliche Pflege Managertags in Würzburg. Anhand von Praxisbeispielen werden auch Modelle der Personalgewinnung vorgestellt und diskutiert.

Weitere Informationen zu Veranstaltung finden Sie hier oder schreiben Sie eine E-Mail an veranstaltungen@vincentz.net.

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