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Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

"Pflegeausbildung ohne Schulabschluss könnte zu mehr Gewalt führen"

11.07.2018
Die Absenkung der Mindestvoraussetzung der Altenpflegehelferausbildung in Hessen erhöhe mutmaßlich das Gewaltrisiko, so die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

<paragraph align="right">Foto: Krüper</paragraph>

Die Absenkung der Mindestvoraussetzung der Altenpflegehelferausbildung in Hessen erhöhe mutmaßlich das Gewaltrisiko, so die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz.

Foto: Krüper

Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz befürchtet, dass die Absenkung der Mindestvoraussetzung bei der Altenpflegehelferausbildung in Hessen das Risiko der Gewalt erhöhen könnte.

"Es ist äußerst bedenklich, wenn der Einstieg in die Altenpflege ohne ausreichende Mindestqualifikation erfolgen kann", so Hans-Josef Börsch, Mitglied des Vorstandes der Landespflegekammer. "In der Altenpflege müssen Kompetenzen, wie verstehnde Demenzdiagnostik, gewaltfreie Kommunikation und professioneller Umgang mit herausforderndem Verhalten, Grundvoraussetzung für dort tätige Mitarbeiter sein", so Börsch weiter. Gewalprävention benötige Professionalität und ein hohes Maß an Selbstreflexion, das hätten pflegewissenschaftliche Studien gezeigt.

Das hessische Sozialministerium wehrt sich unterdessen gegen die Kritik. "Die Aussagen entbehren jedweder Grundlage", erklärt Esther Walter, Sprecherin des hessischen Sozialministeriums, "Sie verunsichern die Menschen und sind ein Schlag ins Gesicht bei der Fachkräfteanwerbung, die für diese Branche so wichtig ist." Die Abschlüsse in der Pflege blieben genau so viel wert, wie bisher.

Auch der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) weist die Kritik am Hessischen Modellprojekt zurück. Die Landespflegekammer bediene mit ihrer Kritik dumpfe Klischees, so Jochen Rindfleisch-Jantzon, der Landesvorsitzende des bpa in Hessen. "Wer angesichts einer kombinierten Schul- und Berufsausbildung für geflüchtete Menschen vor einer Zunahme der Gewalt in der Pflege warnt, diskriminiert die ausbildungswilligen Geflüchteten, setzt sie auf unerträgliche Weise herab und holt sich – ob gewollt oder fahrlässig – Applaus aus der ganz rechten Ecke ab, während alle anderen darüber entsetzt mit dem Kopf schütteln", so der Landesvorsitzende.

Seit Mitte Juni dürfen auch Menschen ohne Schulabschluss in Hessen eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer beginnen. So soll unter anderem jungen Flüchtlingen ein Anreiz geschaffen werden, eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen. Der Hauptschulabschluss muss während der Ausbildung nachgeholt werden.

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