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Pflegestärkungsgesetz II

Einigung in Hamburg stärkt die ambulante Pflege

27.12.2016
Foto: Bernd Sterzl/pixelio.de

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Mehr Geld für die ambulante Pflege und nahezu doppelte Leistungen für Demenzkranke - das verspricht der neue Rahmenvertrag in Hamburg, auf den sich die Träger von Pflegeeinrichtungen, Pflegekassen und die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz geeinigt haben. Zudem erhalten ambulante Pflegedienste 1,9 Prozent mehr Vergütung.

Die Umstellung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs in Verbindung mit der Einführung neuer Leistungen im SGB XI machten auch eine Neufassung des Rahmenvertrags über die ambulante pflegerische Versorgung (gem. § 75 SGB XI) für die Freie und Hansestadt Hamburg notwendig. Dadurch werde sichergestellt, dass die zusätzlichen finanziellen Mittel dazu eingesetzt werden können, die Bedarfe von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen besser zu decken, heißt es von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg. Die Träger von Pflegeeinrichtungen, zusammengeschlossen in der Hamburgischen Pflegegesellschaft e.V. (HPG), die Pflegekassen und die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz haben einen entsprechenden Rahmenvertrag vereinbart. "Mit dem Rahmenvertrag hat es Hamburg geschafft, dass die größte Reform seit Einführung der Pflegeversicherung nun auch bei den Pflegebedürftigen durch mehr Leistungen in der ambulanten Pflege ankommt", so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. "Die erweiterten Leistungen sind ein großer Schritt dahin, dass pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Wohnumgebung leben können."

Durch den Rahmenvertrag

  • werden die Leistungen der körperbezogenen Pflegemaßnahmen neu gewichtet und höher vergütet. Den Pflegediensten wird damit mehr Zeit finanziert, um kognitive Einschränkungen sowie Anleitung und Beratung bei der Pflege angemessen zu berücksichtigen
  • werden zusätzlich pflegerische Betreuungsleistungen, wie z.B. Begleitung und Unterstützung bei der Tagesgestaltung oder der kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten aufgenommen
  • ist für die Pflege und Betreuung in der Sterbephase eine vereinfachte Abrechnungsmöglichkeit geschaffen worden.

Parallel zu der Vereinbarung des neuen Rahmenvertrags haben sich die Hamburgische Pflegegesellschaft, die Pflegekassen und die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz auch über eine pauschale Vergütungssteigerung von 1,9 Prozent und höhere Steigerungen für ambulante Pflegedienste mit entsprechenden tariflichen Bindungen (auch für kirchliche Tarife) oder anderen Nachweisen geeinigt.

Martin Sielaff, Geschäftsführer der Hamburgischen Pflegegesellschaft e.V., begrüßte "dass dieser Rahmenvertrag noch rechtzeitig vor der Jahreswende abgeschlossen" worden sei. "Durch diese große Reform in der Pflegeversicherung haben die Pflegedienste bessere Möglichkeiten, pflegerische Betreuungsleistungen anzubieten. Viele Pflegebedürftige wollen vor allem mehr Pflegezeit von den Pflegekräften erhalten. Diese Möglichkeit ist nun verbessert worden. Und so können auch demenziell erkrankte Menschen besser und flexibler versorgt und betreut werden. Ein wichtiger Meilenstein, über den lange und sehr ernsthaft verhandelt wurde, ist die pflegerische Versorgung und Begleitung von Menschen in der Sterbephase. Die Pflegekräfte und die Pflegedienste haben sich immer gewünscht, die von ihnen gepflegten Menschen würdevoller in dieser letzten Lebensphase pflegerisch begleiten zu können. Diese pflegerische Begleitung kann nun fachlich und emphatisch umgesetzt werden. Die Verhandlungen mit den Pflegekassen und dem Sozialhilfeträger waren sehr lang, zum Teil schwierig, aber konstruktiv und letztlich erfolgreich für alle Seiten."

Die neuen Vereinbarungen des Rahmenvertrages: http://www.hamburg.de/fachinformationen-pflege/1666240/rahmenvereinbarungen

Mehr zum PSG II auch in unserem Seminar der Vincentz Akademie:

Seminar 8 - Die Pflegestärkungsgesetze 2017 ambulant

Seminarinhalte

 Das NBI in der Praxis

  • Das NBI und seine Kriterien
  • Stolpersteine und Chancen
  • Erste Praxiserfahrungen

Die Schnittstelle zur Sozialhilfe

  • Regelungen §§ 62 ff. nach dem PSG III
  • Praxis in den Kommunen und Ländern
  • Schnittstellen und Stolperstellen

Die Überleitungskunden

  • Wie ist die Überleitung gelaufen: Beispiele aus der Praxis
  • Probleme in der Umstellung?
  • Aus der Überleitung weiterhin Potentiale schöpfen?!

Betreuung als neue, strategische Leistung

  • Endlich Zeit: Betreuung nutzen
  • Betreuung als Sachleistung oder/und als Entlastungsbetrag
  • Betreuung integrieren oder ausgliedern?

Die neuen Dienstleister!?!

  • Die Angebote nach Landesrecht
  • Inhalte und Abgrenzung
  • Kooperationspartner oder Konkurrent?
  • Selbst machen oder ausgliedern?

Wohngemeinschaften und Tagespflege: sinnvolle Erweiterungen?

  • Potentiale der Tagespflege
  • Tagespflege entwickeln und richtig nutzenWohngemeinschaften als ambulante Vollversorgung
  • Länderrecht und Finanzierungsvarianten

Strategieplan für das Jahr 2017

  • ‚Restarbeiten‘ aus der Überleitung
  • Personal: der limitierende Faktor
  • Strategie

Termine:

      29. März 2017 Düsseldorf/Ratingen  
      04. April 2017 Berlin/Schönefeld  
      07. Juni 2017 Hannover  
      13. Juni 2017 Frankfurt a. M./ Bad Nauheim  
      04. Juli 2017 Nürnberg  

Anmeldung unter

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