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Kritik

System der Betreuungsvereine steht vor dem Kollaps

02.10.2014
Bei einem Pressegespräch in Dortmund erläuterten das Dilemma, in dem zurzeit die rechtliche Betreuung steckt: (v.l.) Barbara Dannhäuser, Heike Deimel, Elisabeth Ewerth und Christoph Eikenbusch. Foto: cpd/Sauer

Bei einem Pressegespräch in Dortmund erläuterten das Dilemma, in dem zurzeit die rechtliche Betreuung steckt: (v.l.) Barbara Dannhäuser, Heike Deimel, Elisabeth Ewerth und Christoph Eikenbusch. Foto: cpd/Sauer

Die Zahl der Menschen, für die Gerichte einen rechtlichen Betreuer bestellen, beträgt aktuell rund 1,3 Millionen Menschen. Doch für zeitaufwändige Betreuungen ist das seit 2005 geltende Finanzierungsmodell nicht ausgelegt, beklagt der Diözesan-Caritasverband Paderborn.

"Nur zu deutlich ist spürbar, dass die vom Gesetzgeber vorgesehene Zeitpauschale den Bedürfnissen und Nöten der Betreuten längst nicht mehr entspricht", erklärt ", so Heike Deimel vom Diözesan-Caritasverband Paderborn. Gerade für Betreuungsvereine, die sich in der Regel langfristig um Betroffene kümmerten, hat sich dieses Modell mit seinen fixen Zeitpauschalen als Falle erwiesen. Die Folge: 80 Prozent der katholischen Betreuungsvereine schreiben inzwischen rote Zahlen.

"Das vom Gesetzgeber gewollte System der Betreuungsvereine steht vor dem Kollaps", kritisiert Christoph Eikenbusch, Abteilungsleiter im Diözesan-Caritasverband. Für einen längerfristig Betreuten stehen beispielsweise nach diesem Modell ca. zwei Stunden Zeit pro Monat zur Verfügung. "Nur ein einzelner Besuch bei dem Betroffenen dauert inklusive Fahrtzeit schon ungefähr so lange", sagt Heike Deimel. Kommen dann noch Behördenangelegenheiten dazu, sei die Zeit schnell überschritten. Auch in ländlichen Bereichen würden die zwei Stunden aufgrund der langen Anfahrtswege ebenfalls schnell überschritten.

In der Praxis seien die Träger aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, immer mehr Betreuungen zu übernehmen. "Dies kann aber keine Perspektive für eine respektvolle, den Menschen zugewandte Betreuung sein." Nicht nur die berufliche Betreuung ist in Gefahr. Auch für die Gewinnung und Beratung von Familienangehörigen und ehrenamtlichen Betreuern gewähren die meisten Bundesländer, insbesondere NRW, den Betreuungsvereinen keine ausreichende Förderung.

Grund genug für die katholischen Betreuungsvereine, Alarm zu schlagen. In einer gemeinsamen Aktion von Caritas und Sozialdienste katholischer Frauen und Männer suchen die Verbände und Betreuungsvereine in diesen Tagen das Gespräch mit zuständigen Bundes- und Landtagsabgeordneten. Im Erzbistum Paderborn startet zusätzlich die Aktion "Leihen Sie uns Ihr Ohr".

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Weiterführende Links:

Weitere Informationen gibt es hier www.kath-betreuungsvereine.de

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