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Aussagen zu einer möglichen Pflegereform

VdDD-Vorsitzender unterstützt Spahns Reformvorschläge

06.10.2020
Als "ersten Schritt in die richtige Richtung" bewertet Christian Dopheide zudem das Vorhaben, den Pflegeeigenanteil zu begrenzen und so Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu entlasten.

Foto: Stiftung Hephata

Als "ersten Schritt in die richtige Richtung" bewertet Christian Dopheide zudem das Vorhaben, den Pflegeeigenanteil zu begrenzen und so Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu entlasten.

Foto: Stiftung Hephata

Der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) begrüßt die von Bundesgesundheitsminister Spahn vorgeschlagenen Reformschritte in der Pflege. Insbesondere die Idee, Abrechnungen mit den Pflegekassen nur noch den Trägern zu ermöglichen, die nach Tarif zahlen, trifft auf Zustimmung.

"Damit werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Durch eine deutlich höhere Tarifbindung könnten sich die Arbeitsbedingungen in der Pflege umfassend und flächendeckend verbessern, innovative Gestaltungsoptionen in kollektivrechtlichen Regelungen blieben erhalten und die Tarifautonomie würde respektiert", lobt Christian Dopheide, Vorstandsvorsitzender des VdDD. Im Hinblick auf die Diakonie ergänzt er: "Die Tarifbindung in der Diakonie liegt seit Jahren konstant bei über 90 Prozent – von diesem Wert können viele andere Wohlfahrtsverbände und Branchen nur träumen. Wir gehen deshalb davon aus, dass unsere Tarife von der vorgeschlagenen Systematik umfasst werden."

Mit der angekündigten Vorgehensweise würden mehrere Kritikpunkte aufgelöst, die bei einer angestrebten Allgemeinverbindlichkeitserklärung durch das Bundesarbeitsministerium bislang nicht ausgeräumt werden konnten: Die Sozialpartner könnten in freien Verhandlungen nicht nur wenige Mindestentgelte festlegen, sondern vielmehr umfassende Regelungen für die Gehälter nach Berufsgruppen, Qualifikation und Erfahrungsstufen sowie zu Arbeitszeit, Urlaub, Zuschlägen, der betrieblichen Altersvorsorge etc. vereinbaren.

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