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06. Okt 2021 | Veranstaltungen

KAI Management Konferenz: IPReG im Alltag angekommen

Das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPReG) ist für viele Leistungsbringer in der außerklinischen Intensivpflege bereits Realität im Alltag. Das ist eines der Fazits bei der KAI Management Konferenz am 6. Oktober in Berlin. Die mit 75 Teilnehmenden ausgebuchte Veranstaltung im Berliner nhow-Hotel brachte Leitungskräfte aus der außerklinischen Intensivpflege, Kostenträger sowie Betroffene zusammen.
Zwar gebe es noch keine Ausgestaltungsrichtlinie zum IPReG, einige Kassen orientierten sich jedoch bereits in Verhandlungen am Gesetz, erklärte Rechtsanwältin Anja Hoffmann bei der KAI Management Konferenz.
Foto: Tim Walter

"Ich habe diverse Anfragen bezüglich Vergütungsverhandlungen unter Einfluss des IPReG", erklärte Rechtsanwältin Anja Hoffmann (im Bild). Gerade auf Kassenseite hätten viele Akteure das Gesetz, das derzeit vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mit einer Richtlinie ausgestaltet werden soll, bereits aufgegriffen. Zwar werde noch nicht unter den neuen gesetzlichen Bedingungen verhandelt, aber die Auswirkungen seien bereits spürbar. "Ich kann nicht bestätigen, dass der Markt schläft. Gerade die ambulanten Versorger müssen sich schnell mit dem IPReG beschäftigen." Sobald alle Versicherten bemerkten, so Hoffmann, dass es in der stationären außerklinischen Versorgung keine Eigenanteile mehr gibt, sehe es für die ambulanten Leistungserbringer nicht gut aus. Aus Quellen beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen wisse sie, dass November als Termin für die G-BA-Richtlinie gehandelt werde. 

Im Gesetzestext des IPReG heißt es, so Rechtsanwalt Prof. Ronald Richter, dass berechtigten Wünschen bezüglich des Leistungsorts pflegebedürftiger Personen entsprochen werden soll. "Was genau bedeutet denn 'berechtigt'?", so Richter weiter. So lange einem Wunsch keine Rechtsvorschrift entgegensteht, ist dieser berechtigt, sei die Antwort. Diese Erklärung verdeutliche den umstrittenen Gesetzestext an dieser Stelle.

Als Fazit der abschließenden Podiumsdiskussion bleibt ein prägnanter Satz von Heike Baehrens von der SPD Bundestagsfraktion: "In den Ausführungen hier habe ich nichts gehört, was mir sagt, dass wir am IPReG noch klar etwas ändern müssen."

Die Aufnahme des gesamten Events steht, in Kombination mit der Aufzeichnung des KAI Kongress Spezial 2021, wenige Tage nach dem Termin zur Buchung bereit.

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Die Richtlinie Außerklinische Intensivpflege ist in Kraf getreten. Rechtsanwalt Ronald Richter bringt auf den Punkt, was auf die Leistungserbringer zukommt. Informieren Sie sich als Verantwortliche:r in Ambulanten Pflegediensten oder Stationären Einrichtungen über die neue Gesetzgebung. Aus dem Inhalt: Für die Praxis am wichtigsten - was gilt wann? Was hat sich gegenüber den Entwürfen geändert? Welche Rolle spielen die Wünsche der Betroffenen? Welche Patientengruppen werden unterschieden? Welche Ziele hat die außerklinische Intensivpflege? Wie kommen die Versicherten an die Leistungen?

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