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12. Jan 2021 | Corona

Söder spricht von Impfpflicht für Pflegekräfte

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte für denkbar, ohne eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. Bundessozialminister Heil widerspricht und setzt weiter auf Aufklärung. Auch der DBfK ist dagegen.
Impfzentrum Dresden
Impfzentrum Dresden: Zunächst werden dort Angehoerige von prioritär zu impfenden Berufsgruppen behandelt, wie das sächsische Sozialministerium mitteilte. Das seien etwa Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von ambulanten Pflegediensten und Rettungsdiensten.
Foto: epd/Matthias Rietschel
Der deutsche Ethikrat sollte sich damit beschäftigen", sagte Söder im "Morgenmagazin" des ZDF und begründete seine Forderung mit dem Bemühen um den Schutz der Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen. "Eine allgemeine Impfpflicht wird und soll es nicht geben", sagte der CSU-Vorsitzende.

Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) widersprach Söder auch für den Pflegebereich. "Im Moment über eine Impfpflicht zu spekulieren, verbietet sich", er Heil in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. "Ich halte den Weg für richtig, den wir eingeschlagen haben, nämlich, dass wir keine Impfpflicht einführen." Bei Pflegekräften und Medizinern müsse man stattdessen mehr werben. "Ich will vor allem Impfakzeptanz. Jetzt geht es darum, aufzuklären, dass Impfen wichtig ist", sagte der SPD-Politiker

„Die Impfung gegen Corona muss eine freiwillige Entscheidung jedes einzelnen Menschen bleiben, und das muss auch für die Pflegenden gelten“, sagt Dr. Marliese Biederbeck, Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, DBfK Südost. "Es ist einfach ganz schlechter Stil, die Probleme beim Impfstart jetzt den Pflegenden in die Schuhe schieben zu wollen. Pflegende kämpfen seit Monaten in der ersten Reihe gegen die Pandemie, gefährden dabei sich selbst und die Gesundheit ihrer Familien und bekommen jetzt auch noch den Kopf gewaschen. Das ist nicht fair“, so Dr. Marliese Biederbeck.
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