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06. Jan 2021 | News

Tarifvertrag wohl auf der Zielgeraden

Nach langem Ringen ist ein Tarifvertrag für die Altenpflege in Deutschland auf der Zielgeraden. Im neuen Jahr schlage die "Stunde der Wahrheit", sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, der Deutschen Presse-Agentur.
Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
Frank Werneke ist Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).
Kay Herschelmann

Dann würden die Voraussetzungen geschaffen, dass ein bereits ausgehandelter Tarifvertrag für die Altenpflege von der Bundesregierung wie angekündigt allgemeinverbindlich erklärt werde. Der Vertrag sehe «deutliche Steigerungen für die Einkommen von Pflegekräften» vor. In drei Schritten sollen laut dem Tarifvertrag die Mindestentgelte angehoben werden. Examinierte Altenpflegekräfte würden ab Januar 2023 mindestens 18,50 Euro pro Stunde erhalten. Verdi hatte den Abschluss im September mit der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche geschlossen. "Der Tarifvertrag ist derzeit in der Konsultation mit den Kirchen, die im Bereich der Pflege eine entscheidende Rolle spielen", teilte Werneke mit.

Eine Verweigerung von Kostenträgern, in der ambulanten Pflege Tariflöhne zu refinanzieren, wird sich nicht aufrechterhalten. Davon hat sich Gero Kettler, Sprecher des Vorstandes der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP), im Interview mit der Zeitschrift Häusliche Pflege überzeugt gezeigt. „Die öffentliche Diskussion genau um diesen Missstand spielt eine große Rolle“, sagte Kettler. Das Verständnis für eine gute Bezahlung und Refinanzierung sei inzwischen auch bei den Kassenverbänden weitgehend angekommen. Ein vom BVAP angestrebter Tarifvertrag, der vom Bundesarbeitsminister für allgemeinverbindlich erklärt werden soll, werde hierbei hilfreich sein.

GVWG Pflegereform und die Tarifsuche

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GVWG: Pflegereform und die Tarifsuche

Das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz bringt massive Veränderungen für die Refinanzierung der Personalkosten. Bis zum 1. September 2022 müssen Ambulante Pflegedienste melden, welchem Tarifwerk sie sich anschließen oder den bisher gewählten Tarif korrigieren. Dann gilt es Arbeits- und Pflegeverträge anzupassen.Was das konkret auch für mögliche Vergütungsverhandlungen bedeutet, ist ein Schwerpunkt des Buches zum GVWG. Neben den Auswirkungen der Tarifbezahlung analysiert und kommentiert Pflegeexperte Andreas Heiber weitere aktuelle Gesetzesänderungen und zeigt die konkrete Umsetzung für die ambulante Pflege. Vom PDSG, IPReG, DVPMG bis zum Pflegebonusgesetz. Damit Sie als Führungskraft den Überblick behalten. Damit Sie wissen, was jetzt zu planen, umzusetzen und zu steuern ist.

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