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10. Feb 2021 | News

BfS untersucht wirtschaftliche Corona-Folgen

Die Bank für Sozialwirtschaft (BfS) hat die Ergebnisse ihrer zweiten Befragung zur wirtschaftlichen Entwicklung des Sozial- und Gesundheitswesens nach Ausbruch der Corona-Pandemie veröffentlicht. Nach einer ersten Umfrage im Mai und Juni hat die BfS im November und Dezember 2020 eine Folge-Umfrage durchgeführt, die erneut von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) begleitet wurde. Nur knapp 30 Prozent der Teilnehmenden sehen die Kompensation von Ertragsausfällen durch die Schutzschirme als auskömmlich an. Größter Unterstützungsbedarf wird zudem in der Fachkraftgewinnung und Personalentwicklung gesehen.

Inzwischen greifen rund 40 Prozent der Teilnehmer der aktuellen BfS-Umfrage auf die Rettungspakete aus dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) und dem Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz zurück.
Foto: Adobe Stock/MQ-Illustrations
Infolge Pandemie-bedingter Auslastungsprobleme erwartet in beiden Umfragen mehr als die Hälfte der Teilnehmer durch nicht kompensierte Einnahmeausfälle eine Refinanzierungslücke von 5 bis 20 Prozent. Der Anteil der Befragten, die von einer Refinanzierungslücke von über 21 Prozent oder über 30 Prozent ausgehen, ist im Vergleich zur ersten Umfrage gestiegen. Eine zentrale Frage bleibt daher die Liquiditätssicherung. Denn aktuell rechnen rund 60 Prozent der Teilnehmer mit einer Verschlechterung ihrer Liquidität. Als wesentliche Herausforderungen für das Jahr 2021 sehen sie zudem bedeutende Mehrinvestitionen und signifikante Umsatzeinbußen sowie Personalengpässe. Folglich besteht der größte Unterstützungsbedarf bei der qualifizierten Personalgewinnung und der Personalentwicklung.

Die Umfrageergebnisse bestätigen die bereits im Sommer erkennbaren negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Sozial- und Gesundheitswesen. Diese machen sich in erheblichen Auslastungsrückgängen, Ertragsausfällen und finanziellen Mehrbelastungen bemerkbar, die auch die vom Staat bereitgestellten Schutzschirme nicht ganz auffangen können. BAGFW-Präsident Ulrich Lilie: "Die Einrichtungen und Dienste sehen weiter mit Sorge in die finanzielle Zukunft. Ein Jahr mit Corona hat auch für die gemeinnützigen Sozialunternehmen schwerwiegende Folgen."

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