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23. Feb 2021 | Politik

Bundespflegekammer fordert Pflegewende

Die Bundespflegekammer fordert von Bund und Ländern mehr Initiativen, um dem Personalmangel in Pflege wirksam zu begegnen. "Pflege verdient mehr Geld, mehr Anerkennung und sowie ein Mehr an Kompetenzen", sagte Patricia Drube, Präsidiumsmitglied der Bundespflegekammer und Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein.
Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein
Patricia Drube, Präsidiumsmitglied der Bundespflegekammer und Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein, wünscht sich den "großen Wurf" in der Pflegepolitik.
Foto: Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein
Zwar habe es in der ersten Pandemiewelle Applaus und mehr Aufmerksamkeit gegeben. Die Situation der Pflegenden sei aber während der Pandemie nicht besser geworden. Drube kritisierte viele kleine Maßnahmen der Politik für Pflegende, um diese bei der Stange zu halten. Es fehle aber der "große Wurf" in der Pflegepolitik, sagte sie. Es müsse alles daran gesetzt werden, dass nach der Pandemie nicht eine deutlich schlimmere Situation in der pflegerischen Versorgung eintrete als vorher. Um die Probleme wirksam anzugehen, brauche es eine starke Vertretung der Pflegefachpersonen, und zwar auf Landes- als auch auf Bundesebene: "Wir brauchen eine Pflegewende", vor allem, um Fehler der Vergangenheit zu korrigieren.

Das Hauptproblem bestehe darin, dass Menschen fehlten, die in die Pflege gehen, sagte Drube. Zwar gebe es derzeit mehr Auszubildende, aber viele Fachkräfte kehrten dem kräftezehrenden Job den Rücken. "Wir brauchen eine deutliche Anhebung der Gehälter und der Vergütung in der Pflege", sagte sie. Sie forderte 4.000 Euro als Einstiegsgehalt für eine Pflegefachkraft.
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1 Kommentare

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Mr.Snail

25. Feb 2021

Frau Drube sollte etwas mehr Geduld haben. 4000€ für eine Pflegefachkraft klingt gut. Allerdings ist es nicht das Geld, was Menschen in die Pflege lockt. Es ist die Arbeit am und mit Menschen. Zu hohe Löhne sind kontraproduktiv, wenn es eher darum geht die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dann kehren auch viele Mitarbeiter der Pflege nicht mehr den Rücken. Es muss auch angemerkt werden, dass die gewünschten Gehälter finanziert werden müssen. Wenn die Beiträge zur Pflegeversicherung oder die Steuern stark angehoben werden, haben die Miatrbeiter auch nicht mehr viel von ihrem Lohnplus. Es ist doch heute schon so: Wenn der Staat sich nicht mit Steuern und Lohnnebenkosten so reichlich bei den Arbeitnehmern bedienen würde hätten diese mehr vom Lohn ihrer Arbeit. So wird ein Schuh draus.

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