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19. Feb 2021 | Corona

Impfchaos in Wohngemeinschaften

Die Leistungserbringer sind unzufrieden mit der Vergabe von Impfterminen für die 33 000 Bewohnerinnen und Bewohner. Das ergab jetzt eine Umfrage des Fachmagazins Häusliche Pflege.
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Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege-WGs können kaum mit aufsuchenden Impfungen rechnen. So waren zumindest die Erfahrungen der letzten Wochen.
Foto: AdobeStock/Rido
Die Diskussion über Covid-19-Schutzimpfungen kreist überwiegend um Impfungen in Heimen: Hier hat die Politik die am meisten schützenswerte Gruppe älterer Menschen ausgemacht und hier kommen mobile Impfteams zum Einsatz. Stille herrschte dagegen in Bezug auf die rund 3 800 ambulanten Wohngemeinschaften und ihre rund 33 000 Nutzerinnen und Nutzer.

Die Redaktion Häusliche Pflege, fachlich unterstützt von wig Wohnen in Gemeinschaft, dem Fachverband für Wohngemeinschaften in Deutschland, ist der Impflage in Wohngemeinschaften mit einer Online-Umfrage Anfang Februar 2021 auf den Grund gegangen. Über 80 Prozent der Pflegedienste antworten auf die Frage, ob Bund und Länder genug für Impfungen in Wohngemeinschaften tun, mit „Nein“ – Beleg dafür, dass der Ernst der Lage bei den zuständigen Entscheidern nach wie vor nicht erkannt zu sein scheint.

80 Prozent aller Antworten messen dem Problem der Impfungen in Wohngemeinschaften eine sehr hohe und hohe Bedeutung zu. In krassem Gegensatz dazu steht, dass bis dato in nur jeder dritten WG aufsuchende Impfungen stattfanden. In allen anderen Wohngemeinschaften gab es noch keine Impfungen, obwohl die begleitenden Pflegedienste erhebliche Aktivitäten entfaltet haben: Drei von vier Pflegediensten sind von sich aus tätig geworden, um Impfungen zu bewirken. Jede zweite Impfanfrage wurde abgelehnt, alle anderen bekamen vom Gesundheitsamt nicht einmal eine Antwort.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Umfrage als Download.
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