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19. Mrz 2021 | Politik

Bundesregierung weiß wenig über "grauen Pflegemarkt"

Detaillierte Zahlen zu den in Deutschland in den Haushalten wohnenden Betreuerinnen und Betreuern gebe es nicht. Die Zahl der Vermittlungsagenturen lasse auf eine entsprechende Nachfrage schließen, so die Antwort der Bundesregierung auf eine entsprechende Kleine Anfrage der Linksfraktion.
Alte Dame mit MNS schaut aus dem Fenster
Es handelt sich nicht um Pflegekräfte, sondern um Betreuerinnen und Betreuer, stellt die Bundesregierung klar.
Foto (Archiv): AdobeStock/bilderstoeckchen
Von den rund 4,1 Millionen Pflegebedürftigen werden nach Angaben der Bundesregierung etwa drei Viertel zu Hause versorgt. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums nutzten 2018 rund 100.000 Haushalte mit Pflegebedürftigen das Angebot von im Haushalt wohnenden Betreuern, sogenannten Live-Ins, heißt es in der Antwort (19/27415) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/26836) der Linksfraktion.

Diese Form der häuslichen Betreuung sei keine direkte Leistung der Pflegeversicherung. Detaillierte Zahlen zu den Live-Ins gebe es nicht. Die Branche sei in Deutschland gesetzlich nicht reguliert, weshalb auch von einem "grauen Pflegemarkt" gesprochen werde.

Die für solche Angebote auch übliche Bezeichnung "24-Stunden-Pflege" sei doppelt irreführend, weil das Personal in der Regel weder über eine fachpflegerische Ausbildung verfüge, noch rund um die Uhr im Einsatz sei. Es handele sich nicht um Pflegekräfte, sondern um Betreuer, schreibt die Regierung.

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