Created with Sketch.

16. Sep 2021 | Politik

Zu wenig Pflegethemen im Wahlkampf zum Bundestag

"Schaut man auf die aktuellen Themen im Bundestagswahlkampf, müssen Pflegekräfte ernüchtert feststellen, dass diese Probleme die Bundespolitik auch nicht mehr zu interessieren scheinen." Mit diesen harten Worten kritisiert die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) die großen Parteien im Bundestagswahlkampf. Aber auch Hubert Aiwanger von den Freien Wählern kommt nicht gut weg.
Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und ein unabhängiges Sprachrohr von und für professionelle Pflegekräfte in Bayern. Präsident der VdPB ist Georg Sigl-Lehner.
Georg Sigl-Lehner, Präsident der Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB)
Foto: VdPB/Birgid Allig
Lebensläufe und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen spielten im Wahlkampf eine wichtigere Rolle als die pflegerische Versorgung der Menschen im Land und die Menschen, die diese Arbeit leisten. "Von der vielfach angekündigten Aufbereitung der Corona-Pandemie keine Spur. Mit wenigen Ausnahmen in der bayerischen Landespolitik lässt niemand ernsthaftes Interesse erkennen, Lehren aus der Pandemie zu ziehen", kritisiert die VdPB.

Kritisch sieht die Veeinigung den Vorschlag des Staatsministers Hubert Aiwanger von den Freien Wählern, Langzeitarbeitslosen, Beschäftigung in der Pflege zu geben. "Getreu dem Motto 'Pflegen kann jeder' beweisen die Freien Wähler damit endgültig, dass sie für eine inhaltliche Diskussion zum Thema Pflege nicht geeignet sind und Bayerns stellvertretender Ministerpräsident sich und seine Partei dafür disqualifiziert. Für alle beruflich Pflegenden im Land können sie somit kein adäquater politischer Ansprechpartner mehr sein", lautet das vernichtende Urteil.

Die VdPB fordert alle Parteien im Land dringend auf, die letzten Tage vor der Bundestagswahl nochmals zu nutzen, sich mit den berechtigten Forderungen der beruflich Pflegenden auseinanderzusetzen: "Beruflich Pflegende haben ein Anrecht auf klare Aussagen und fundierte Konzepte für die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung und die nachhaltige Verbesserung ihrer Arbeitssituation. Den Worten müssen Taten folgen – egal wer die nächste Bundesregierung stellt."
Was tut mir wirklich gut

Bücher

Was tut mir wirklich gut?

Als Pflegekraft stoßen Sie täglich an Belastungsgrenzen. Körperlich wie psychisch. Doch was ist Zeitknappheit, Stress oder Schichtdienst entgegenzusetzen? Wie ist es um Ihre Work-Life-Balance bestellt? Wie beugen Sie einem Burnout vor und tanken Lebensfreude? Dieser Leitfaden beschreibt Herausforderungen und Gegenmaßnahmen. Die Themenpalette reicht von Stress, Schlafstörungen und Helfersyndrom über Entspannungstechniken und Time-out bis zum Achtsamkeitstraining. Autor Toni Freialdenhoven schreibt aus der Pflegepraxis. Als Krankenpfleger und Lehrer für Pflegeberufe lädt er ein: „Reflektieren Sie die eigene Situation. Was können Sie selbst ändern? Was ist für Sie hilfreich und umsetzbar? Was tut Ihnen wirklich gut?“

Das könnte Sie auch interessieren!

0 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung
Ok