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03. Jan 2022 | Corona

Ambulante Pflegefachkräfte könnten schneller impfen

Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) hat an den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geschrieben. Der bad bedauert in dem Schreiben, dass keine Rechtsgrundlage geschaffen wurde, dass Pflegefachkräfte in ambulanten und in stationären Einrichtungen regelhaft eine Covid-19-Impfung durchführen dürfen.
Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad e. V.
Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad, veranlasste das Schreiben an den Minister.
Foto: bad

Die Vorteile lägen auf der Hand, so der bad. "Ambulant versorgte Pflegebedürftige könnten zeitnah in ihrem regulären eigenen Zuhause geimpft werden", heißt es in dem Schreiben. Die Impfung könnte dabei im Rahmen des regulären Besuchs des Pflegedienstes als ärztlich delegierte Leistung erbracht werden. "Die in der Vergangenheit beobachteten erheblichen Zeitverzögerungen, die durch die aufwändige Organisation  der An- und Abfahrt an einen außerhäusigen Impfstandort entstanden, würden entfallen", meint der Verband. 

Auch seien die Pflegefachkräfte zu Durchführung der Impfungen "nicht nur regelmäßig bereit, sondern auch fachlich qualifiziert und geübt". Letzteres ergäbe sich schon daraus, dass es in der ambulanten pflegerischen Versorgung langjährig geübte Praxis sei, dass Hausärzte intramuskuläre Injektionen, wie sie auch in der Impfung durchgeführt werden müssen, an Pflegefachkräfte der ambulanten Pflegedienste delegieren. Der bad verweist dabei auf die Richtlinien zur Versorgung häuslicher Krankenpflege, in denen die intramuskuläre Injektion seit Jahren einen "Standard-Leistung" ist. "Aus unserer Sicht macht es jedoch keinen Sinn, wenn man Pflegefachkräften in ihrem Arbeitsalltag das Recht zum Verabreichen von intramuskulären Injektionen einräumt, ihnen die Durchführung der Impfungen hingegen untersagt."

Impfungen durch Pflegefachkräfte könnten generell die Impfbereitschaft und das Impftempo deutlich steigern.

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2 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

18. Jan 2022

Eine Risiko-Nutzen-Abwägung findet ja eh nicht statt und ist politisch - ebenso wie die entsprechende Impfaufklärung - unerwünscht! Kaum ein impfender Arzt kannte gemäß den mir berichteten Erfahrungen von Geimpften die Inhaltsstoffe der Impfungen, Risikofaktoren seitens der Impflinge, das zahlenmäßige Risiko unerwünschter Nebenwirkungen oder machte sich die Mühe, die Wirkungsweise der Impfung zu erklären. Zeit ist Geld! In diesem Falle u.U. sehr viel Geld! Der wahrgenommene und politisch-gesellschaftlich ausgeübte Druck sind doch schließlich ausreichend für die meisten!

Unbekannter Nutzer

18. Jan 2022

Da muss ich zustimmen: faktisch könnten doch auch die Angehörigen impfen, oder jeder sich selbst! Wäre wesentlich kostensparender, bei gleichem Effekt!

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