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11. Mai 2022 | Management

Studie: Das Potenzial von Zulagen wird unterschätzt

Eine Studie zeigt: Das Potenzial von Zulagen wird weithin noch immer unterschätzt. Dabei stecke in steuerfreien Sachbezügen vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels ein großes Potenzial zur Personal-Gewinnung und Aufwertung des Berufsstandes, so die Steuerberatungsgruppe ETL Advision.
Fast eine halbe Million Daten hat die Steuerberatungsgruppe ETL Advision für ihren bundesweiten Lohnvergleich in ambulanten und teilstationären Einrichtungen der privaten Pflegebranche ausgewertet.
Bild: Andrii Zastrozhnov - stock.adobe.com.

Die in privaten Pflegeeinrichtungen gezahlten Zulagen befinden sich nun schon das dritte Jahr in Folge im Stillstand. Das geht aus der repräsentativen Studie „Lohnvergleich Pflege“ hervor, die ETL Advision – Deutschlands größte Steuerberatungsgruppe im Gesundheitswesen – jetzt veröffentlicht hat.

Dabei seien Zulagen seien ein wesentlicher Vergütungsbestandteil. Mit steuerfreien Sachbezügen könne der Nettolohn der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter maximiert werden. Diese Bezüge seien ein effektives Instrument zur Imagesteigerung des Arbeitgebers und helfe, sich bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften von Wettbewerbern in der Pflegebranche abzuheben.

Zulagen haben sich wenig weiterentwickelt

Allerdings: Im Gegensatz zu den durchschnittlichen Bruttogehältern haben sich die Zulagen wenig weiterentwickelt. Im Jahr 2018 wurden Zulagen in Höhe von 1,90 Euro in den alten und 1,52 Euro in den neuen Bundesländern gezahlt. In den darauffolgenden Jahren stiegen die Zulagen in der Region Ost von 1,65 Euro (2019) auf 1,66 Euro (2020) und 1,67 Euro (2021). In der Region West mit Berlin haben sich die Zulagen von 2,02 Euro auf 2,06 Euro und schließlich auf 2,09 Euro erhöht

Der Stillstand der gezahlten Zulagen in den letzten drei Jahren sollte die Politik aufrütteln, unterstreicht Janine Peine, Branchenleiterin bei ETL Advision, in der aktuellen Ausgabe von Häusliche Pflege. Hier den Beschäftigten dauerhaft finanzielle Anreize für überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz an Wochenenden und in den Nachtschichten zu ermöglichen und die Nutzung von Zulagen auch über die Refinanzierung mit den Kostenträgern zu sichern, würde eine echte Wertschätzung und Aufwertung des Berufsstandes bedeuten.

Lesen Sie den ganzen Beitrag in der aktuellen Ausgabe von Häusliche Pflege.

GVWG Pflegereform und die Tarifsuche

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GVWG: Pflegereform und die Tarifsuche

Das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz bringt massive Veränderungen für die Refinanzierung der Personalkosten. Bis zum 1. September 2022 müssen Ambulante Pflegedienste melden, welchem Tarifwerk sie sich anschließen oder den bisher gewählten Tarif korrigieren. Dann gilt es Arbeits- und Pflegeverträge anzupassen.Was das konkret auch für mögliche Vergütungsverhandlungen bedeutet, ist ein Schwerpunkt des Buches zum GVWG. Neben den Auswirkungen der Tarifbezahlung analysiert und kommentiert Pflegeexperte Andreas Heiber weitere aktuelle Gesetzesänderungen und zeigt die konkrete Umsetzung für die ambulante Pflege. Vom PDSG, IPReG, DVPMG bis zum Pflegebonusgesetz. Damit Sie als Führungskraft den Überblick behalten. Damit Sie wissen, was jetzt zu planen, umzusetzen und zu steuern ist.

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