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03. Jul 2018 | News

Bundesregierung startet konzertierte "Aktion Pflege"

Am Dienstag will die Bundesregierung ihre konzertierte "Aktion Pflege" starten. Innerhalb eines Jahres will sie ein Maßnahmenpaket zur Beseitigung des Pflegenotstands auf den Weg bringen. Dies kündigten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) an.

Tarifverträge, Pflegekräfte aus dem Ausland, Bildungs- und Informationsoffensive – so soll der Pflegenotstand behoben werden.Foto: FotolEdhar/ Fotolia

"Wir werden bis zu 50.000 zusätzliche Pflegekräfte brauchen. Da werden wir auch im Ausland suchen müssen", sagte Spahn in der "Bild am Sonntag". Besonders im Kosovo und in Albanien gebe es viele junge, ausgebildete Fachkräfte. "Dort ist die Pflegeausbildung häufig besser, als wir denken".

Arbeitsminister Heil will dem Bericht zufolge die Löhne von Pflegekräften bis Mitte nächsten Jahres deutlich erhöhen. Ein großer Teil der Pflegekräfte arbeite ohne Tarifvertrag und verdiene wenig. Seine Aufgabe sei es, dass "wir jetzt binnen eines Jahres einen Flächentarifvertrag in der Pflege hinbekommen", sagte Heil. Den werde er dann zügig für allgemeinverbindlich erklären. Der SPD-Politiker kritisierte zudem, dass erhebliches Pflegepotential verschenkt werde bei den Zuwanderern, die bereits in Deutschland lebten.

Familienministerin Giffey unterstrich: "Wir müssen alles dafür tun, dass es mehr Pflegerinnen und Pfleger gibt." Zudem müssten die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert werden. Die Bundesregierung werde eine Ausbildungs- und Informationsoffensive starten, sagte sie. Am Dienstag will die Bundesregierung ihre konzertierte "Aktion Pflege" starten.

Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz Eugen Brysch begrüßte die Initiative der Bundesregierung, insbesondere im Blick auf ausländische Plfegekräfte, forderte aber, die Qualität in der Pflege und die Sicherheit der Pflegebedürftigen dürften nicht zur Disposition stehen. Es sei daher  "sinnvoll, praxistaugliche Visabestimmungen zu erarbeiten", um Pflegerinnen aus dem Ausland zu gewinnen, sagte Brysch. Auch könne es nicht sein, dass hierzulande Menschen in der Pflege arbeiteten, die kaum ein Wort Deutsch verstehen. "Deshalb darf an dem Niveau der Sprachtests nicht gerüttelt werden."

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