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12. Jun 2020 | Corona

DALZG fordert verbindliche Besuchsregeln

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft weist auf die Notwendigkeit der Wiederaufnahme regelmäßiger Kontakte zwischen Bewohnern und Angehörigen hin.

Die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Monika Kaus wünscht sich "Handlungsempfehlungen als Mindestvorgaben für ein Besuchskonzept". Foto: DALZG

Angehörige von Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen erleben auch weiterhin große Einschränkungen bei den Besuchsregelungen. Darauf weist die Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DALZG) hin. "Uns erreichen nach wie vor zahlreiche Anrufe von Angehörigen, die keine oder nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten haben, ihre Lieben im Pflegeheim zu besuchen", berichtet die erste Vorsitzende Monika Kaus. "Das ist besonders für Menschen mit einer Demenzerkrankung sehr verwirrend und löst Ängste und Unruhe aus."

Aus Sicht der DALZG gibt es noch immer keine grundsätzlichen Verbesserungen, damit der Kontakt zwischen den Familienmitgliedern wieder überall möglich ist. Schon der mangelnde Kontakt in den letzten Wochen habe bei vielen demenzerkrankten Bewohnern zu einer deutlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geführt, so Kaus. "Daher müssen dringend grundsätzliche Regelungen getroffen werden, die von allen Pflegeeinrichtungen verbindlich umgesetzt werden müssen."

Positive Beispiele für konkrete Verbesserungsmaßnahmen kämen aktuell aus Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein: In der vergangenen Woche habe die Landesregierung von NRW eine Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen eingerichtet. Die Landesregierung in Schleswig-Holstein habe "Handlungsempfehlungen als Mindestvorgaben für ein Besuchskonzept in Einrichtungen der Pflege" veröffentlicht, die ab dem 15. Juni gelten.

"Solche Maßnahmen müssen sich in der nächsten Zeit bewähren. Es bleibt abzuwarten, wie die Umsetzung in den Einrichtungen dieser Bundesländer gelingt und wie sichergestellt werden kann, dass die Maßnahmen wirklich in jeder Einrichtung erfolgen", sagt Kaus.

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