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06. Jul 2020 | Recht

Kassen müssen ab März 2021 bei Leistungsabrechnung elektronische Verfahren nutzen

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) sieht in dem vom Bundestag verabschiedeten Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG) zahlreiche positive Aspekte. In dem am 3. Juli beschlossenen Gesetz werden die Einbindung der Pflege- und Gesundheitseinrichtungen in die Telematik sowie der Schutz der Versichertendaten regelt.

Das Gesetz regelt unter anderem den Zugang der Pflege zur elektronische Patientenakte (ePA) und zur Telematik-Infrastruktur.

Foto: iStock/katleho Seisa

"Mit den vorgenommenen notwendigen Änderungen ermöglicht das Gesetz den längst überfälligen, notwendigen Einstieg der Pflegeeinrichtungen in die Telematik. Einige Prozesse werden zukünftig unbürokratischer und vereinfacht und der Datenschutz ist klar geregelt." Dieses Fazit zieht bpa-Präsident Bernd Meurer.

Der bpa begrüßt im Einzelnen, dass die Krankenkassen ab März nächsten Jahres dazu verpflichtet sind, bei der Leistungsabrechnung elektronische Verfahren zu nutzen. bpa-Präsident Meurer: "Das trägt entscheidend zur Beschleunigung der Abrechnungsverfahren bei und hilft, das Durcheinander verschiedener Datenträger wie Papier und elektronische Abrechnung zu reduzieren. Allerdings hatte der Gesetzgeber die Kranken- und Pflegekassen hierzu bereits in der Vergangenheit erfolglos verpflichtet."

Damit die Abrechnung pflegerischer Leistungen zukünftig auch ausschließlich in elektronischer Form erfolgen kann, ist die Datenübertragung zu regeln. Bei künftigen Konfliktfällen soll die vom bpa geforderte Schiedsstelle entscheiden. "Das sind notwendige Maßnahmen, um weiteren Verzögerungen bei der Umsetzung entgegenzuwirken", sagt Meurer. Die gematik soll die technischen Voraussetzungen schaffen, damit zunächst Verordnungen von häuslicher Krankenpflege, außerklinischer Intensivpflege und Soziotherapie elektronisch übermittelt und weitere Anwendungen wie die Beteiligung an der Patientenakte umgesetzt werden können.

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