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27. Jul 2017 | News

Landesweiter Rahmenvertrag für Tagespflege gefordert

Einen landesweiten Rahmenvertrag, der für einheitliche Standards in der Tagespflege sorge, forderte der Leiter der bayerischen bpa-Landesgeschäftsstelle Joachim Görtz am 27. Juli in München.

Joachim Görtz, Leiter der bayerischen bpa-Landesgeschäftsstelle (Foto: Stephan Jouhoff)

Auf einer Fachveranstaltung in München haben sich mehr als 100 überwiegend private Träger und Betreiber von Tagespflegeeinrichtungen mit der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation beschäftigt. "Die Tagespflege ist einer der großen Wachstumsbereiche in der Pflege. Gerade private Pflegeunternehmer gründen derzeit zahlreiche neue Einrichtungen in Bayern und entlasten damit pflegende Angehörige", so der Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Kai A. Kasri. Die Tagespflege sei für viele Familien wichtig, um trotz der Pflege eines Verwandten weiter arbeiten oder eigene Verpflichtungen wahrnehmen zu können.

Bei der Fachveranstaltung des bpa und der ARGE Tagespflege in Bayern, an der Bayerns ehemalige Sozialministerin Christa Stewens sowie die frühere Ombudsfrau zur Entbürokratisierung der Pflege Elisabeth Beikirch teilnahmen, beschäftigten sich die Fachleute mit der "Strukturierten Informationssammlung" (SIS). Diese schlanke Form der Pflegedokumentation wurde von Fachleuten im Auftrag der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Trägerverbänden entwickelt und kommt in der ambulanten und stationären Pflege sowie aktuell auch in der Tagespflege bereits zunehmend zum Einsatz. "Damit müssen die Pflegefachkräfte auch in der Tagespflege weniger Zeit für die Dokumentation aufwenden und können sich intensiver um die Pflegegäste kümmern", erklärt Kasri.

Der Tagespflege müssten weitere Fesseln abgenommen werden, damit sie so stark wachsen könne, wie sie derzeit von pflegenden Angehörigen nachgefragt werde, sagt der Leiter der bayerischen bpa-Landesgeschäftsstelle Joachim Görtz. "Wir brauchen endlich einen landesweiten Rahmenvertrag, der für einheitliche Standards in der Tagespflege sorgt." Bisher blockierten die Pflegekassen mit praxisfernen Vorgaben aber eine sinnvolle Einigung. "Hier werden Betriebsgrößen und Strukturen vorgegeben, die den Betrieb einer Tagespflege nur bei einer Überbelegung wirtschaftlich machen. Das verhindert unternehmerisches Engagement, bremst das Angebot gerade in ländlichen Regionen und lässt am Ende die pflegenden Familien im Regen stehen", kritisiert Görtz.

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Auf der Basis der Besuchstage in einer Tagespflegeeinrichtung wird errechnet, welche weiteren Leistungen der Betreuungsleistungen nach § 45b sowie der Sach- und/oder Geldleistungen genutzt werden können. Dabei werden auch alle anderen privat zu finanzierenden Leistungen der Tagespflege (Hotelkosten sowie Investitionskosten) berücksichtigt. Bei den Berechnungen sind die gesetzlich festgelegten Leistungssteigerungen aus dem PNG sowie den Pflegestärkungsgesetzen berücksichtigt.

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