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03. Jun 2020 | Politik

Online-Befragung zur Zukunft der Pflegekammer gestartet

Nachdem der Ausbruch der Corona-Pandemie den ursprünglich im März geplanten Start verhindert hatte, hat das niedersächsische Sozialministerium jetzt mit der lange angekündigten Online-Befragung aller rund 80.000 Kammermitglieder über die Zukunft der niedersächsischen Pflegekammer begonnen.

Hat nach Corona-bedingten Verzögerungen jetzt die Online-Befragung über die Zukunft der niedersächsischen Pflegekammer auf den Weg gebracht: Carola Reimann (SPD), Sozial- und Gesundheitsministerin in Niedersachsen.

Foto: Philipp von Ditfurth

"Mit der Mitgliederbefragung wollen wir den politischen Dauerkonflikt um die Pflegekammer in Niedersachsen endlich beenden", so Landessozialministerin Carola Reimann (SPD), "die Pflegekräfte haben nun das Wort und können selbst entscheiden, ob sie die beitragsfreie Pflegekammer zur Vertretung ihrer berufsständischen Interessen wollen." Das Ergebnis der Befragung werde von der Landesregierung als politisch bindend betrachtet, so die Politikerin. Klar sei aber so oder so, dass es eine beitragsfinanzierte Kammer in Niedersachsen nicht mehr geben werde.

"Gerade in diesen Zeiten leisten die Beschäftigten in der Pflege unter besonders schwierigen Bedingungen und großem Druck eine unglaubliche Arbeit", so Reimann. Es sei nur recht und billig, dass sie nun auch selbst über die Zukunft ihrer Interessenvertretung entscheiden könnten: "Ich hoffe deshalb trotz der schwierigen Begleitumstände durch die Corona-Epidemie auf eine hohe Beteiligung an der Befragung."

Die Pflegekammer Niedersachsen begrüßt den Start der Befragung grundsätzlich. "Wir versprechen uns von der Evaluation Klarheit, wie die Entwicklung in den kommenden Monaten und Jahren weitergeht", sagt Pflegekammerpräsidentin Nadya Klarmann in Hannover. Schließlich gehe es um "den Fortbestand der größten Pflegekammer Deutschlands". Die Mitglieder hätten jetzt die Möglichkeit, sich für eine schlagkräftige Kammer zu entscheiden, für die sie keine Beiträge zu zahlen brauchen.

Den Fragebogen wird ab Mittwoch (3. Juni) an die Mitglieder der Pflegekammer versandt. Diese haben nun bis zum 5. Juli 2020 Zeit für die Beantwortung der Fragen. Der Fragenkatalog beinhaltet nicht nur die Frage nach der Zukunft der Kammer, sondern auch Fragen zur bisherigen Arbeit der Institution, zu ihrer Erreichbarkeit und ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Das Ergebnis wird für August erwartet.

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