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29. Jun 2020 | Management

Pflegeberatung geht in Pandemie-Zeiten andere Wege

"Wie für fast alle anderen Berufsbereiche bedingte der Verlauf der Corona-Krise auch für die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater eine notwendige Neuorientierung und Ausrichtung ihrer Tätigkeit", beobachtet Hendrik Dohmeyer von der Pflegebudget-Beratung Pflege-Dschungel in der aktuellen Ausgabe von Häusliche Pflege.

Foto: Wilm Dohmeyer

Der GKV-Spitzenverband hat mit einem Rundschreiben am 15.4.2020 über die Möglichkeiten der digitalen Durchführung der Pflegeberatung informiert. "Auf Wunsch der betroffen Familien war diese Form möglich und konnte abgerechnet werden. Der ohnehin schon vorhandene Flickenteppich an 16 unterschiedlichen Rahmenbedingungen zur 37,3 Beratung wurde in der Folge um weitere länderindividuelle Entscheidungen zur Abrechnung erweitert", kritisiert Dohmeyer. 

Mangels zentraler Vorgaben, Hilfen und/oder Empfehlungen zu den inhaltlichen und didaktischen Umsetzungen dieser digitalen Beratung auf Distanz, hätten sich alle Pflegeberaterinnen und -berater selbst geeignete Konzepte entwickeln und deren Praxistauglichkeit individuell erproben müssen.

"Für viele waren auch die hierfür notwendigen technischen Ausrüstungen und die Maßnahmen zur Wahrung des Datenschutzes eine enorme Hürde", weiß er zu berichten. Sein Ratschlag: Die relevanten Unternehmer- und Berufsverbände müssten zukünftig technische und konzeptionelle Hilfen in den Schubladen vorrätig haben.

In der Juli-Ausgabe von Häusliche Pflege finden Sie eine umfangreiche Tabelle zu den jeweiligen Rahmenbedingungen in den einzelnen Bundesländern sowie Beiträge zur technischen und inhaltlichen Umsetzung einer digitalen Beratung.

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