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30. Mai 2017 | News

Pflegeheime sollen nicht mehr Stiefkinder der Politik sein

Welche Schwerpunkte legt die nächste Bundesregierung bei ihrer Pflegepolitik und welche Reformen braucht es, um die Altenpflege zu stärken? Diese Fragen standen im Zentrum der Eröffnung der Altenheim Expo in Berlin.

Diskutieren auf der Altenheim EXPO über die Ausrichtung der Pflegepolitik: DEVAP Chef Bernhard Schneider (von links), Erwin Rüddel (CDU), Elisabeth Scharfenberg (Grüne) und Herbert Mauel (bpa). Foto: F. Geisler

Die Pflegeheime dürfen nicht länger die Stiefkinder der politischen Aufmerksamkeit bleiben", sagte Herbert Mauel (bpa) bei der Podiumsdiskussion. Alle drei Pflegestärkungsgesetze seien noch immer zu schwach, um die Pflege nachhaltig zu stärken, ergänze Bernhard Schneider, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege (DEVAP), zusammen.. "Die Rahmenbedingungen für die Zukunft der Pflege aufzustellen heißt, die Personalsituation zu verbessern", fasste Schneider zusammen.

Auch die Oppositionspolitikerin Elisabeth Scharfenberg (Grüne) betonte, dass das Thema Pflegepersonal von der aktuellen Bundesregierung unbeantwortet geblieben sei. Im Falle einer Regierungsverantwortung der Grünen käme der Personalbemessung eine Hauptrolle zu, versicherte Scharfenberg: "Wir brauchen ein Pflegekräftestärkungsgesetz. Erwin Rüddel räumte ein, dass die stationäre Pflege von Bundesregierung vernachlässigt wurde. "Wir werden den Fokus in der nächsten Legislaturperiode klar auf die stationäre Versorgung legen", versprach Rüddel.

Im Anschluss an die Diskussion war die Meinung des Publikums gefragt, das per TED votierte. Auf die Frage nach der Zufriedenheit mit der Pflegepolitik der Bundesregierung antworteten 39 Prozent der anwesenden Branchenvertreter, dass sie sehr unzufrieden sind, 57 Prozent sehen ein geteiltes Bild und nur drei Prozent sind zufrieden. Trotz der negativen Bilanz traut die Mehrheit der Befragten (39 Prozent) am ehesten der Union zu, die Probleme in der stationären Pflege zu lösen. Als zweitkompetenteste Partei in Sachen Pflege votierte das Publikum mit 22 Prozent für die FDP.

"Wir haben heute gesehen, wie tief der Frust bei der stationären Pflege sitzt. Die Politik muss hier dringend die Richtung wechseln, damit der Graben zwischen der ambulanten und der stationären Altenpflege nicht immer tiefer wird", fasst Steve Schrader, Chefredakteur beim Veranstalter Vincentz Network, zusammen.

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