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18. Dez 2018 | News

Pflegestatistik verzeichnet hohen Anstieg an Pflegebedürftigen

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland ist weiter gestiegen. Im Dezember 2017 waren 3,41 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das ist gegenüber dem Jahr 2015 ein Zuwachs um 19 Prozent (550.000 Fälle).

Foto: Statistisches Bundesamt

Etwas relativiert wird dieser Anstieg, wenn man die Gruppe der Pflegebedürftigen ohne Pflegestufe mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz einbezieht, heißt es in der Pflegestatistik wörtlich: "Sie erhielten 2015 zwar bereits Leistungen der Pflegeversicherung galten aber nach dem damaligen Begriff nicht als Pflegebedürftige. Die Gruppe umfasste 2015 insgesamt rund 180 000 Personen. Von Ihnen erhielten 120 000 Pflegegeld, 42 000 ambulante Pflege durch Pflegedienste und 18 000 erhielten vollstationäre Pflege im Heim. Bei einem solchen Vergleich läge der Anstieg insgesamt bei 12,3 %. Zu beachten ist zudem, dass 2017 die neue Gruppe von Pflegebedürftigen des Pflegegrades 1, die zum Stichtag keine Leistungen der ambulanten Pflegedienste oder Pflegeheime bzw. ausschließlich Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag erhalten, nicht in der Pflegestatistik 2017 erfasst ist."

Die starke Zunahme erklären die Statistiker vor allem mit der Einführung eines neuen, weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum Jahresbeginn 2017. Seitdem werden mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft als vor der Umstellung.

Gut drei Viertel aller Pflegebedürftigen (2,59 Millionen) wurden den Angaben nach zu Hause versorgt. Davon wurden 1,76 Millionen Personen allein durch Angehörige gepflegt. Weitere 830.000 Hilfsbedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten, sie wurden jedoch zum Teil oder vollständig durch ambulante Dienste betreut. Knapp ein Viertel (820.000 Menschen) waren in Pflegeheimen untergebracht.

Zum Stichtag Ende 2017 waren 81 Prozent der pflegebedürftigen Personen 65 Jahre und älter, mehr als ein Drittel (35 Prozent) war mindestens 85 Jahre alt. Die Mehrheit der Pflegebedürftigen war weiblich (63 Prozent).

Pflegestatistik: Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung Deutschlandergebnisse 2017
Stand: 18.12.2018 ( 1 MB )

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1 Kommentare

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20. Dez 2018

Und wen interessiert das? Die Bundesregierung jedenfalls nicht! – Wer die „Eckpunkte zum Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege“ des BMG liest, wird dort nichts finden, was auch nur ansatzweise dem wachsenden Bedarf an professionellen, ambulanten Pflegedienstleistungen gerecht zu werden verspricht. Statistiken haben nur Sinn, wenn der daraus resultierende Erkenntnisgewinn auch zur Konzeption und Umsetzung wirksamer Maßnahmen genutzt wird. – Fehlanzeige.

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