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26. Feb 2020 | News

Studie: Kassen zahlen zu wenig Geld für häusliche Pflege

Die Krankenkassen zahlen zu wenig Geld für die häusliche Krankenpflege. Das sei die Erkenntnis aus einem gemeinsamen Projekt von Masterstudenten des Fachbereichs Wirtschaftsrecht der Westfälischen Hochschule Recklinghausen und der APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH.

Marielle Herdieckerhoff, Masterstudentin der Fachrichtung Wirtschaftsrecht, überreicht APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau (2.v.l) und den APD-Prokuristen Janina Bialon und Björn Schulte die Projektarbeit "Leistungsgerechte Vergütung in der häuslichen Krankenpflege".Foto: Uwe Jesiorkowski

Aktuell blieben die Pflegeunternehmen auf einem Minus von etwa zehn Euro pro Stunde sitzen, habe das Projekt "Leistungsgerechte Vergütung in der häusliche Krankenpflege" ergeben. Für die Pflegeanbieter bedeute die Unterdeckung jährliche Einnahme-Einbußen in Milliardenhöhe – Geld, das die Branche dringend brauche, um ihr Pflegepersonal besser zu bezahlen, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern, die Digitalisierung voranzutreiben und das unternehmerische Risiko abzusichern.

"Im neuen Pflegepersonal-Stärkungsgesetz wurde leider nicht ausgeführt, wie sich die leistungsgerechte Vergütung genau zusammensetzt. Diese Lücke haben die Studenten geschlossen. Ihre Ergebnisse versetzen uns in die Lage, mit den Kassen neu zu verhandeln, um in Zukunft unsere Pflegekräfte besser bezahlen zu können", so Claudius Hasenau, Geschäftsführer der APD-Gruppe, der die Projektidee an die Westfälische Hochschule herantrug.

Eine im Projekt entwickelte Excel-Datei solle Pflegediensten künftig bei der Berechnung fairer Vergütungen helfen. Laut Hasenau brauche es einen Aufschlag von knapp unter zehn Euro pro Stunde.

Weitere Information rund um das Thema Vergütung erhalten Sie auch im Seminar "Leitungsupdate ambulant 2020" mit Referent Andreas Heiber.

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Kostenstellenrechnung und Kostenträgerrechnung Pfl

Excel-Tabelle zur Erstellung einer eigenen Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung auf der Basis vorhandener Buchhaltungsdaten. Jeder ambulante Pflegedienst muss den Teilbereich Pflegeversicherung mit Erträgen und insbesondere mit Aufwendungen von den anderen Teilbereichen wie Krankenversicherung etc. trennen. Das ist eine verbindliche Vorgabe, die im Versorgungsvertrag nach § 71/72 SGB XI geregelt ist. Neben der Betriebstrennung ist es für einen Pflegedienst wichtig zu wissen, wie sich die Betriebsergebnisse in den Teilkostenstellen SGB XI, SGB V und Andere entwickeln, aber auch, ob die Erträge der Investitionskosten nach SGB XI auch die investiven Sachkosten nach SGB XI decken. Nur so ist ein Pflegedienst auch in der Lage, Entscheidungen über pauschale Vergütungssteigerungen beispielsweise im SGB XI zu treffen bzw. Einzelverhandlungen vorzubereiten. Die von Andreas Heiber schon 2002 entwickelte Darstellung (zuerst veröffentlich in "Kostenrechnung für die ambulante Pflege", Hannover 2002, mehrfach angepasst und aktualisiert, letzte Fassung beschrieben in: „Kostenrechnung und Vergütungsverhandlung, Stundensätze richtig kalkulieren“, Hannover 2017, erlaubt hier einen schnellen und einfachen Überblick. Die ausführliche Beschreibung der einzelnen Positionen finden Sie im aktuellen Buch auf Seite 51 bis 62. In der aktuellen Version finden Sie in der Datei auch den Musterkontenrahmen (Buch Seite 131 ff.) mit den Querverweisen auf die jeweiligen Positionen der Kostenrechnung. Hinweis: Die DATEV hat diese Gliederung der Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung in eine eigene Kostenrechnung für Pflegedienste umgesetzt, so dass Nutzer der DATEV-Buchhaltung diese direkt dort nutzen können. Beschreibung der Tabellen Kostenrechnung: Eingabe der Ertrags- und Aufwandskonten des Pflegedienstes sowie differenzierter Verteilungsschlüssel für die verschiedenen Personalblöcke, sowie für Verwaltungs- und Sachkosten. Dargestellt werden die Kostenstellen: Gesamtbetrieb, SGB XI, SGB V, Sozialhilfe, Privatleistungen, Trägerleistungen. Kostenträgerrechnung SGB XI: Automatische Übernahme der Daten aus der Kostenstelle SGB XI; Eingabe der Verteilungsschlüssel Körperbezogene Pflegemaßnahmen, Pflegerische Betreuung, Haushaltsführung, Beratung/Schulung, Fahrt-/Wegepauschalen. Die Darstellung erfolgt für diese verschiedenen Kostenträger.

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