Created with Sketch.

31. Aug 2018 | News

Ulrich Schneider sieht im Zuwanderungsgesetz kein Mittel gegen Pflegenotstand

Ein neues Zuwanderungsgesetz wird nach Einschätzung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes die Personalnot in der Pflegebranche kaum lindern.

Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, plädiert für einen Spurwechsel.Foto: Paritätischer Gesamtverband

Dennoch sei die Absicht der Bundesregierung, Zuwanderern die Jobsuche in Deutschland zu erleichtern, richtig, sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen, Ulrich Schneider, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Über das geplante Gesetz hinaus seien zusätzlich spezielle Programme notwendig, wenn eine verstärkte Anwerbung und längerfristige Beschäftigung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten gelingen soll.
"Die Eckpunkte zu einem Zuwanderungsgesetz enthalten einige unterstützenswerte Ansätze", sagte Schneider. Er wies aber auch auf "blinde Flecken" hin. Richtig sei der weitgehende Verzicht auf die Vorrangregelung, nach der Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten nur dann einen Job annehmen dürfen, wenn kein geeigneter anderer Bewerber aus Deutschland oder der EU zur Verfügung steht.
"Was fehlt, ist die unbedingt notwendige Möglichkeit des Spurwechsels, damit geduldete, gut integrierte Asylbewerber einer regulären Beschäftigung nachgehen können", sagte Schneider. Unberücksichtigt geblieben sei zudem der Bereich der Familienzusammenführung. "Erleichterungen bei der Familienzusammenführung sind nicht nur aus humanitären Gründen dringend geboten, sondern auch unverzichtbar, wenn man Fachkräfte aus Drittstaaten gewinnen will", erklärte der Chef des Sozialverbandes.
Das Zuwanderungsgesetz werde den Fachkräftemangel in der Sozial- und Pflegebranche nicht beheben können. "Sinnvoll wären perspektivisch die Kooperation mit anderen Staaten und entsprechende zwischenstaatliche Abkommen, in denen die Ausbildung und der Austausch von Fachkräften geregelt werden." Um den Pflegenotstand zu beheben, müssten aber an erster Stelle die Rahmenbedingungen verbessert und der Beruf der Pflegefachkraft attraktiver werden.
Schneider erwartet von einem Zuwanderungsgesetz keinen Druck auf die Löhne. "Da sich das Zuwanderungsgesetz auf Erleichterungen beim Zuzug von anerkannten Fachkräften beschränkt und in diesem Bereich in der Regel eine große Nachfrage besteht, ist von einem verstärkten Lohndruck nicht auszugehen."
Schneider forderte zwischenstaatliche Abkommen, die eine zu starke Abwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Ländern des Südens vermeiden. "Ob die Beschäftigung qualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten die Entwicklungsmöglichkeiten der Herkunftsländer einschränkt, ist nicht pauschal zu beantworten. Die Problematik ist aber auch nicht von der Hand zu weisen", sagte Schneider.

Zeitschrift Haeusliche Pflege

Zeitschriftenabo

Häusliche Pflege

Häusliche Pflege ist die Fachzeitschrift für Leitungs- und Führungskräfte von ambulanten Pflegediensten. Sie liefert eine Fülle fundierter Management-Tipps, die Sie in Ihren Entscheidungen stärken. Mit Erfahrungen und Expertenmeinungen aus der Praxis berät Sie Häusliche Pflege in Ihrem Berufsalltag und liefert exklusive Fachinformationen, mit denen Sie beim Verkauf Ihrer Pflegeleistungen ganz vorn dabei sind.

Das Abonnement beinhaltet neben Ihrer Zeitschrift Häusliche Pflege einen Zugang für bis zu 24 Webseminare im Jahr zu aktuellen Managementthemen in der ambulanten Pflege. Unter www.webinare.haeusliche-pflege.net erhalten Sie so zweimal im Monat die Gelegenheit, sich mit Experten aus der Branche auszutauschen.

Erscheinungsweise: Monatlich | 12 Ausgaben im Jahr


Sie haben die Wahl zwischen folgenden Abo-Modellen:


Jahresabonnement Kombi (Print & Digital)
Sie erhalten Ihr Fachmagazin Häusliche Pflege sowohl als gedruckte wie auch als digitale Version.

Ihre Vorteile:

  • Voller Komfort und Flexibilät für Ihren Informationsbedarf
  • Umfassender Überblick mit der Printausgabe
  • Archiv mit Suchfunktion, sowie Speicherung und Weiterleitung mit dem Digitalen Zugang

Jahresabonnement Print
Sie erhalten Ihr Fachmagazin Häusliche Pflege als gedruckte Ausgabe per Post zugeschickt.

Ihre Vorteile:

  • Aktuelle Fachinformationen und Tipps für Ihr Management auf 56 Seiten
  • Umfassender Überblick zum aktuellen Branchengeschehen
  • Druckfrisch und sofort griffbereit, exklusiv für Sie

Jahresabonnement Digital
Entdecken Sie Häusliche Pflege als digitale Ausgabe auf Ihrem Smartphone, Tablet oder PC.

Ihre Vorteile:

  • Jederzeit online abrufbar und von überall nutzbar
  • Archiv mit Suchfunktion nach bestimmten Themen oder Artikeln über alle Ausgaben seit Abobeginn
  • Speicherung und Weiterleitung interessanter Artikel im Pdf Format

* Abonnement jederzeit kündbar bei anteiliger Rückerstattung des Betrages

Tags

Das könnte Sie auch interessieren!

0 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung
Ok